Apr 232018
 

[zuerst erschienen in: Thomas Hecken, 1968. Von Texten und Theorien aus einer Zeit euphorischer Kritik, Transcript Verlag, S. 72-75, 90-98]

Eines kann man den Konzeptionen der Neuen Linken nicht absprechen. Seien sie nun gut begründet oder nicht, wirklichkeitsblind oder auf der Höhe der Zeit – insgesamt gesehen weisen sie jedenfalls eine hohe Folgerichtigkeit auf. Mit der Verabschiedung der Arbeiterklasse als traditionellem Motor der Veränderung sind konsequenterweise verschiedene Versuche verbunden, neue revolutionäre Subjekte zu finden. Schlüssig ist dann auch, an die Stelle der Anklage von Ausbeutung und materieller Verelendung teilweise (oder weitgehend) die Kritik der Entfremdung zu setzen. Speziell die Konsumkritik der Neuen Linken bildet einen Ansatz, der Integration der Arbeiterklasse ins kapitalistische System ideologischen Widerstand entgegenzusetzen.

Ablesen kann man die Distanz zum traditionellen Marxismus direkt daran, dass es wenig Kontakte zu den bestehenden kommunistischen Parteien gibt, wie vor allem das Beispiel Frankreichs nachdrücklich belegt. Aufgrund von diffusen Nachrichten aus dem sehr fernen Osten sind sogar viele Neue Linke geneigt, das chinesische Modell dem Sowjetsozialismus weit vorzuziehen, weil man in der chinesischen Kulturrevolution einen gegen die bürokratische Macht und gegen verfestigte Autorität gerichteten spontanen Aufschwung vermutet. Es geht aber der Neuen Linken nicht nur um eine Kritik der Repression »innerparteilicher Demokratie« und an den kaum »wirklich sozialistischen« sowjetischen Staaten, wie Rudi Dutschke sagt (1968a: 48, 62), sondern auch an deren ökonomischer Ausrichtung.

Hier ist vor allem Herbert Marcuse anzuführen, der bereits frühzeitig scharfe Kritik an der sowjetischen Wirtschaftsorganisation übt. Die Zielvorgabe der Produktivitätssteigerung, welche mit harschen Disziplinforderungen und einer technokratisch installierten Hierarchie einhergeht, erfüllt für Marcuse selbst unter den Bedingungen enteigneten Privateigentums keineswegs sozialistische Ansprüche. Ganz entgegen den sowjetischen Einschätzungen hält Marcuse fest, dass die entfremdete Arbeit nicht einfach aufhöre, wenn die Produktionsmittel verstaatlicht worden seien (1964: 90; so auch schon bereits die französische Gruppe Socialisme ou Barbarie: Castoriadis 1980a).

In ähnlicher Weise gilt nach Marcuse aber für die westlichen Länder, dass die enorm erhöhte Produktivität und der damit verbundene Zuwachs an Konsumgütern in den Haushalten der Arbeiter nichts über ein Ende der Entfremdung besage. Im Gegenteil, die »technische Struktur«, deren Prinzipien der Arbeitsteilung bzw. der rationalisierten, einseitigen, erschöpfenden Tätigkeit die Bevölkerung unterworfen werde, sei dadurch stärker denn je – weil die Menschen wegen der konsumistischen Manipulation ihrer Bedürfnisse die herrschende technologische Kontrolle alternativlos als Form der Vernunft anerkennen würden. Seine Diagnose von der Integration der Arbeiterklasse ins kapitalistische System weitet Marcuse damit zum Urteil aus, die bestehenden Gesellschaften seien durch eine »ökonomisch-technische Gleichschaltung« gekennzeichnet (1989: 29, 23). Der Akzent der Kapitalismuskritik verschiebt sich freilich trotz der angedeuteten Verflochtenheit von Ökonomie und Technik bei Marcuse nicht selten zur Kritik der rationalisierten Arbeit und Freizeit sowie ihrer bürokratischen und massenmedialen Kontrolle.

Die Neue Linke steht deutlich erkennbar in der Tradition jener entfremdungskritischen Marxisten wie Georg Lukács, die Marx’ Theorem vom Fetischcharakter der Ware wieder stärker mit den humanistisch-idealistischen Ansprüchen des frühen Marx aufladen. Geht es im Kapital bei der Rede vom Fetischcharakter darum aufzuzeigen, dass sich den Menschen die eigenen produktiven Gestaltungsmöglichkeiten in der kapitalistischen Gesellschaft zum Sachzwang verkehren, bildet in der entgrenzten Form der Kritik bereits die Arbeitsteilung den Grund der Entfremdung. Als zentraler Kritikpunkt am kapitalistischen System dient dann nicht mehr die Anklage materieller Ausbeutung, sondern die Anklage der immer stärker rationalisierten Arbeit; sie raube dem Ding seine konkrete, ganzheitlich erfahrbare Dimension und schalte zugleich die qualitativen, menschlich-individuellen Eigenschaften des Arbeiters aus (Lukács 1970: 177ff.).

Für die Neue Linke ist der Kritikansatz besonders attraktiv, weil sie den Arbeiter u.a. wegen seiner erhöhten Teilhabe an den Produkten der Konsumgüterindustrie stark ins System integriert sieht. Die Kritik an der Entfremdung (und weniger an der Ausbeutung) bietet folgerichtig einen weiteren bzw. teilweise neuen bedeutenden Grund, die Revolutionierung der Verhältnisse anzustreben. Zugleich liefert sie sogar die Möglichkeit, die verbesserten materiellen Lebensbedingungen der Arbeiter scharf anzugreifen. Im Zeichen der Konsumkritik kann die angebliche Verbesserung ebenfalls schnell als Ausdruck und Verstärkung der Entfremdung erscheinen, als Konsequenz manipulativ erzeugter falscher Bedürfnisse.

Die meisten linken Formen dieser teilweise übergreifenden Kulturkritik zeichnen sich dadurch aus, dass sie ihre Konsumkritik nicht von der Kritik an bestehenden Produktionsbedingungen lösen wollen. Besonders die Neue Linke hebt den Zusammenhang im Namen des Entfremdungsbegriffs hervor. In viel stärkerem Maße, als es den traditionellen Kommunisten und Sozialdemokraten möglich ist, nimmt ihre Kritik an den herrschenden Verhältnissen einen totalen Charakter an; das äußerst negative Urteil kann Arbeit und Freizeit zugleich treffen. Mode, Sozialtechnologie und die Werbung als besonders geschlossenes Universum der Manipulation verstärken in dieser Sicht nur, was die monotonen, rationalisierten, zur Unselbstständigkeit erziehenden Arbeitsverhältnisse bereits vorbereitet haben: den »passiven Massenverbraucher«. Der entfremdete Mensch sei

»der (manuell, intellektuell oder im ›Weißkittel‹) Arbeitende, der, atomisiert, durch die Wohnbedingungen vereinzelt, zur Passivität verurteilt und der militärischen Disziplin der Fabrik unterworfen, von seinem Produkt abgeschnitten und dazu verdammt ist, seine Zeit zu verkaufen, gelehrig eine vorfabrizierte Aufgabe auszuführen, ohne sich um Sinn und Zweck seiner Arbeit zu kümmern. […] Weil der Arbeitnehmer bei ›seiner‹ Arbeit nicht ›bei sich‹ ist, […] sind die aktiven und schöpferischen Bedürfnisse des Individuums beschnitten; und es findet seine Souveränität erst in der Nicht-Arbeit, d.h. in der Befriedigung der passiven Bedürfnisse, im Konsum und im häuslichen Leben. Auf der Basis dieser ersten Vorbestimmung konnte der Monopolkapitalismus die Bedürfnisse nach passivem und individuellem Konsum beeinflussen. […] Und je weiter er auf diesem Weg fortschreitet, desto mehr betäubt er eine Menschheit, die der Vermassung anheimgegeben ist. Sie wird verstümmelt durch Befriedigungen, die das grundlegende Unbefriedigtsein unberührt lassen, aber gleichzeitig davon ablenken. Um so mehr hofft der Monopolkapitalismus, daß diese mit den Mitteln der Flucht betäubten Menschen auch vergessen werden, wie fragwürdig das ganze, auf Entfremdung der Arbeit beruhende System ist. Er zivilisiert den Konsum und die Freizeitbeschäftigungen, um nicht die gesellschaftlichen Beziehungen, die Arbeits- und Produktionsbedingungen zivilisieren zu müssen; er entfremdet die Individuen in ihrer Arbeit, um sie als Konsumenten entfremden zu können; und umgekehrt entfremdet er sie als Konsumenten, um sie in ihrer Arbeit um so eher entfremden zu können.« (Gorz 1967: 92f.)

Man könnte demnach vermuten, dass der hergestellte Zusammenhang zwischen den kapitalistisch-rationalistisch auferlegten Arbeitsbedingungen und den zweifelhaften Freizeitvergnügungen die Neue Linke davor bewahrt, in eine allzu direkte Kritik der Konsumwelt zu verfallen. In einer Hinsicht trifft dies auch zu; im Unterschied zu manchem konservativen Kulturkritiker wird nicht einfach der naturgegebene schlechte Geschmack der Masse bzw. der niederen Schichten konstatiert; das Theorem der Manipulation schützt vor solcher Ursachenfindung. Andererseits verselbstständigt sich die Konsumkritik auch in Reihen der Neuen Linken überaus häufig; dann rücken Unterhaltungsangebote und Konsumgegenstände in den Rang eminent gefährlicher, bedeutender Objekte vor, dann erscheinen auch ihre Käufer und Rezipienten wenigstens indirekt als hochgradig verdorbene, abzuwertende Subjekte. Auch wenn die Abneigung gegen die konsumierenden Kleinbürger gerade in der alltäglichen Kommunikation nicht selten offen zum Ausdruck kommt, kann man aber an der Sprache weiterhin den behaupteten ursächlichen Vorrang des Systems, das die manipulationsstarken Objekte hervorbringt, ablesen. Von der ab 1968 unablässig beklagten »Kommerzialisierung« bis hin zu dem mit leichter Hand diagnostizierten »Konsumterror« reicht das Spektrum der in Artikeln und Aufsätzen oft gebrauchten, einschlägigen Begriffe.

Manipulation, Isolation und fehlende Möglichkeiten eigenständigen Engagements werden aber in allen wichtigen gesellschaftlichen Bereichen beklagt, selbst in der Universität. Die radikale Kritik an vielfältigen möglichen Formen autoritärer Abstände und Hierarchien geht weit über eine Kritik offener Repression hinaus, sie bezieht auch die aus Sicht der Neuen Linken nur scheinbar technisch begründeten Formen der Arbeitsteilung ein. In Vorwegnahme der angestrebten direkten Demokratie in den Betrieben und der politischen Verwaltung streben die antiautoritären Wortführer der Neuen Linken als ihre politische Handlungsbasis nicht eine Partei und als ihre Bühne das Parlament an, sondern eine Bewegung, die sich in der (wenn nicht immer legalen, so doch stets im Sinne eines höheren Rechts legitimierten) öffentlichen Aktion ihr eigenes Programm und ihre eigene vorübergehende Struktur gibt. Das geht nicht selten sogar bis zu einer (theoretischen) Überführung einiger Organisationsformen der antiimperialistischen Kämpfer in Lateinamerika und Vietnam nach Westeuropa und Nordamerika; auch bei der Guerilla sieht man die Aufhebung der mannigfaltigen, überall in der westlichen Welt herrschenden Trennungen am Werk.

Eine grundlegende Schrift, in der all diese Punkte im Zusammenhang entwickelt würden, gibt es freilich nicht. In den Reden und Artikeln der bekanntesten Protagonisten der Bewegung findet man häufig zwei oder drei der Punkte angesprochen, teilweise auch aufeinander bezogen. Theoretiker und Wissenschaftler, die der Bewegung verbunden sind oder zumindest von ihr gerne herangezogen werden, konzentrieren sich ebenfalls vorwiegend auf einen Aspekt oder Untersuchungsgegenstand. Schon allein bei der Gewichtung der Punkte können sich deshalb durchaus erhebliche Unterschiede innerhalb der unter einem Titel versammelten Neuen Linken auftun.

Trotzdem braucht es keinen historischen Abstand (siehe vor allem die exzellente Typologie von Gilcher-Holtey aus dem Jahr 2001: 15f.), um einige grundlegende Gemeinsamkeiten (vor deren konfliktträchtiger Binnendifferenzierung) herauszustellen. Staughton Lynd etwa, einer der wichtigen Wortführer des amerikanischen SDS, nennt Ende der 60er Jahre als übereinstimmenden Zug der Neuen Linken: »rejection both of capitalism and of the bureaucratic Communism exemplified by the Soviet Union; anti-imperialism; and an orientation to decentralized ›direct action‹, violent or nonviolent« (1969: 2).

Lynd spricht diese Merkmale und Haltungen in einem Atemzug allerdings ebenfalls den westlichen Studentenbewegungen zu. Hier lohnt jedoch eine genauere Unterscheidung. In der Studentenbewegung und der noch einmal um Schüler, Gewerkschaftler etc. ausgeweiteten außerparlamentarischen Opposition darf man die genannten Charakteristika nicht in vollem Umfang voraussetzen. Gerade in den Jahren vor 1968 sind hier auch manche Teilnehmer anzutreffen, die sich überwiegend aus pazifistischen, humanitären, demokratischen Gründen engagieren; mit ihrem politischen Protest gegen vermutete staatliche Bestrebungen wider die Ideale der Verfassung sind sozialistische oder aktionistische Haltungen (noch) nicht zwingend verbunden.

Selbst bei den bestehenden größeren Organisationen wie dem SDS kann man die Grundsätze der Neuen Linken, wie sie in intellektuellen Debatten und den Absichtserklärungen der links-antiautoritären Wortführer vorgebracht werden, keineswegs unisono antreffen. Auch in ihnen gibt es unterschiedliche Fraktionen, allerdings überwiegen die an Herbert Marcuse, C. Wright Mills, André Gorz u.a. geschulten Gruppen; medial wird zudem die Dominanz des aktionistischen, neulinken Teils weiter verstärkt. An der Entzweiung und schnell folgenden Auflösung des SDS nach dem Frühling und Sommer des Jahres ’68 sollte man deshalb auch eine Änderung bei den überwiegend geteilten oder vorherrschenden Prinzipien ablesen können – diese Annahme drängt sich zumindest als eine Arbeitshypothese auf.

Tatsächlich erkennt man schnell zwei Punkte, mit denen Änderungen verbunden sind. Der erste betrifft die Haltung zur traditionelleren marxistischen Theorie und Politik, konkreter gesagt: betrifft die Einschätzung der Arbeiterklasse und des Aufbaus einer zentral geführten Partei. Der zweite Punkt ist insofern wesentlich weniger bedeutsam, als er viel weniger Leute direkt angeht – der Einsatz von Gewalt als hervorragendes politisches Mittel. Bedeutsamkeit gewinnt dieser Punkt aber, weil er eine enorme Aufmerksamkeit auf sich zieht und in hohem Maße dazu geeignet ist, die Bewegung derjenigen, die ähnliche Ziele mit anderen Mitteln verfolgen, von beiden Seiten (der Seite der politischen Gewalttäter und der des Staates sowie der bürgerlichen Öffentlichkeit) unter Druck zu setzen, was entweder (wie es die linken Terroristen erhoffen) zu offener Solidarisierung und schließlich zu revolutionären Aufständen führen kann oder im (meistens eintretenden) umgekehrten Fall zu einer Schwächung, Spaltung oder Isolierung der Bewegung.

Um mit dem ersten Punkt zu beginnen, dem bemerkenswerten Umstand, dass viele Anhänger der außerparlamentarischen Opposition nach 1968 an der Gründung von straff organisierten Parteien oder sog. Aufbauorganisationen mitwirken, zu deren Adressaten sie die Arbeiterklasse erklären, eine Klasse, die sie (in der maoistischen Variante) grundsätzlich politisieren wollen oder auf die sie (in traditionellerer Manier) wieder ausdrücklich als ausgebeutete, besonders in Wirtschaftskrisen zu agitierende Klasse hoffen – wobei Hoffnung in ihrer Sicht ein ganz falsches Wort ist, sind sie doch sicher, im Rahmen umfangreicher marxistischer, leninistischer und/oder maoistischer Analysen und Theorieableitungen bewiesen zu haben, dass entsprechende proletarische revolutionäre Umschwünge im Kapitalismus notwendigerweise bevorstehen. Die antiautoritäre Bewegung, also ihre zumindest teilweise eigene Vergangenheit, wird folglich von den Angehörigen der neuen Kaderparteien als kleinbürgerliche Verirrung abgetan; die Ausrichtung an der Aktion, an losen Organisationsformen und an Trägergruppen abseits der westlichen Industriearbeiterschicht spielt keinerlei Rolle mehr.

Zu einem Teil überzogen ist die rückblickende kommunistische Kritik an der außerparlamentarischen Bewegung von ’68, weil man ähnliche Einschätzungen bereits in ihr finden kann. Dies betrifft nicht nur die sozialistisch-marxistischen Vertreter bzw. maoistischen Parteiungen, die im deutschen bzw. amerikanischen SDS bereits vor dem Jahr 1968 anzutreffen sind, sondern ebenfalls deren antiautoritäre Widersacher. Selbst Herbert Marcuse, der die alte Arbeiterklasse deutlich als revolutionäres Subjekt verabschiedet hat, möchte die Diagnose Mitte 1967 nur auf die USA bezogen wissen, in Europa hält er es durchaus für möglich, dass die Arbeiter zusammen mit den Unterprivilegierten ein »neues Proletariat« bilden könnten (1998: 273). Potentielle Verfechter der Randgruppenpolitik passen 1968 ihre Konzepte insofern an die überkommene marxistische Theorie an, als sie in der Jugend eine besonders ausgebeutete und niedergedrückte Klasse entdecken (Klonsky 1968) oder sie als »Vorposten des Proletariats« bestimmen (Glucksmann 1969: 34). Selbst Sprecher des deutschen SDS (und nicht nur Außenstehende, denen der interne Vorlauf von Entscheidungen verborgen bleiben kann) zeigen sich überrascht, mit welch hohem Tempo um die Jahreswende 1967/68 die überwiegende Zahl der Mitglieder im Verband von Marcuses Randgruppen-Theorem zu Klassenkampf-Parolen übergeht. Sog. Basisgruppen versuchen bereits ab Anfang 1968 als »selbsternannte Avantgarden« in Betrieben Arbeiter und Angestellte zu erreichen, um zusammen mit ihnen Protestaktionen abseits der bestehenden Gewerkschaften durchzuführen (Dutschke/Käsemann/Schöller 1968: 20f.); solche Basisgruppen agieren aber noch autonom, sind ausdrücklich noch keine zentral gesteuerten Vertreter einer Partei; zudem bemühen sich die unterschiedlichen Gruppen nicht nur um Arbeiter in Betrieben, sondern z.B. auch um Mieter in bestimmten Stadtvierten.

Spätestens die Streikwelle der Arbeiter im Anschluss an die studentischen Proteste im Pariser Mai ’68 beweist vielen (ehemaligen) Anhängern der Kritischen Theorie, dass der stumme Zwang der modernen Herrschaftsverhältnisse die Arbeiterklasse doch nicht durchdrungen habe. Zwar gibt es einigen Raum für unterschiedliche Deutungen: Gemäß der älteren These von der neuen Arbeiterklasse verweist eine Hand voll Theoretiker der Neuen Linken auf die treibende Kraft der französischen Jungarbeiter und der Beschäftigten in technologisch avancierten Firmen oder Abteilungen, um in den wilden Streiks nicht nur eine antikapitalistische, sondern in erster Linie eine gegen die Herrschaft der Technokraten gerichtete Bewegung auszumachen; die meisten Akteure und Wortführer der Revolte erkennen aufgrund der Ereignisse jedoch in der Arbeiterklasse die entscheidende revolutionäre Bewegung gegen bürgerlichen Staat und kapitalistische Gesellschaft.

Zwar herrscht unmittelbar nach den Ereignissen keineswegs Einigkeit, ob das wiederentdeckte revolutionäre Subjekt der Leitung durch eine revolutionäre Partei oder einer als Avantgarde fungierenden Aufbauorganisation bedarf, damit künftige Massenstreiks wirklich zu einem Umsturz führen, oder ob nicht doch nach antiautoritärem Muster ein »Netz von Aktionskomitees« (Glucksmann 1969: 76) ohne Führungskader ausreicht. Zweifel am entscheidenden Gewicht der Arbeiterklasse als revolutionäre Kraft sind von diesen Debatten jedoch schon häufig ausgenommen, in vielen Fällen werden bereits kurz danach – nach 1968 – ebenfalls die antiautoritären Bewegungs- durch striktere und zentralistischere Organisationsformen ersetzt werden.

Auch dies gilt wiederum international; besonders sinnfällig kommt das im Sommer 1969 durch die resignierte Klage des entmachteten amerikanischen SDS-Sprechers Tom Hayden über den distorted proletarianism seiner früheren antiautoritären Mitstreiter zum Ausdruck (Bardacke/Hayden 1971: 147). Zum »Proletarianismus« kommt auch in Amerika noch der Leninismus hinzu. Liegt in Frankreich nach den von Millionen Arbeitern und Angestellten getragenen Streiks der Gedanke an eine leitende, organisierende Stelle nahe, dient in den anderen Ländern genau umgekehrt die relative Erfolglosigkeit, breitere Teile der Bevölkerung für Widerstandsaktionen zu gewinnen, als Argument zur Verabschiedung antiautoritärer Prinzipien: »Many [New Leftists] abandoned their preference for a freewheeling, decentralized movement in favor of a wish for an ideologically unified and disciplined party«. Dieser Umbruch kann mit der eindeutigen Ersetzung von student power durch den Kampf der Arbeiterklasse einhergehen, er kann aber auch im Rahmen der vertrauten Identifikation mit den aufständischen Bewegungen in den ehemaligen Kolonien erfolgen: »Many tried to abandon their identity as members of the intelligentsia, believing that material privilege made them unreliable for revolutionary struggle. For some, this meant an increase of identification with white workers; for others, it meant deep pessimism about the chances for revolution in the U.S., coupled with a belief that the only appropriate role for American radicals is to disrupt the imperialist machine so that Third World revolutionaries can make their struggle.« (Flacks 1971: 249)

Dieser strategische Ansatz leitet zum zweiten Punkt über, an dem man über Änderungen innerhalb der außerparlamentarischen Opposition bzw. über einen eventuell vollzogenen Bruch mit den antiautoritären Prinzipien diskutieren kann – zu dem Punkt, der die neue oder, in anderer Lesart, lediglich ausgeweitete Rolle der Gewalt im politischen Kampf betrifft. Solche politisch begründete Gewalt, die man keineswegs dem bestehenden Staat als Mittel vorbehalten möchte (Glucksmann 1969: 19), wird zumeist in erster Linie im Namen der antiimperialistischen Bewegungen in Lateinamerika und Südostasien ausgeübt. Es gibt aber auch andere Varianten, die sich direkter auf die heimische Arbeiterklasse beziehen, zuerst – wie in Frankreich und Italien – auf konkrete Auseinandersetzungen in Fabriken, später – wie in Deutschland und wiederum Italien – auf abstraktere, allgemeinere Schemen dieser Klasse. Insofern überschneidet sich die programmatische Ausrichtung der gewaltsamen Gruppen mit denen der kommunistischen Kader; auch die RAF kritisiert den Marcuse zugeschriebenen Glauben von Teilen der Studentenbewegung, selbst das revolutionäre Subjekt zu sein, scharf, verteidigt jedoch andererseits ihren sozialistisch-internationalistischen Teil nachdrücklich, um an ihn in kommunistisch-maoistischer Absicht anzuknüpfen (neben bzw. vor den proletarisch orientierten Stadtguerilla-Gruppen sind einige eher anarchistisch-antiautoritär inspirierte Terroransätze aber ebenfalls zu verzeichnen).

Allen Formen der nach 1968 eingesetzten linksradikalen Gewalt ist gemeinsam, dass sie sich deutlich von der zuvor gezeigten Militanz unterscheiden; a) weil die Anschläge erstens häufiger auch gegen Menschen, nicht prinzipiell allein gegen Sachen gerichtet sind, b) weil sie von eigens dafür gegründeten Organisationen ausgeübt werden, die ihre Taten vorab länger planen und nach den Anschlägen oft schriftlich begründen (selbst die Brandanschläge gegen amerikanische Universitäten im Frühjahr/Sommer 1968 blieben hingegen oft noch unerklärt). Gruppen wie die französischen Gauche Prolétarienne, die amerikanischen Weatherman und die deutsche RAF haben hingegen keinerlei Scheu, mit Mao zu erklären, dass die Macht aus den Gewehrläufen komme, um zugleich keinen Zweifel daran zu lassen, dass der Satz für sie nicht ein Sinnspruch zum vermuteten Wesen des Staates darstellt, sondern eine entschiedene Handlungsanweisung an die linken Aktivisten.

Außer in Italien gibt es zwar keine zahlenmäßig nennenswerten Kräfte, die sich der Maxime praktisch verschreiben, dafür jedoch nicht wenige Studenten und Akademiker, welche die Aufforderung zumindest theoretisch nachvollziehen können, selbst wenn sie zumeist selber davon Abstand nehmen, sie öffentlich ausdrücklich mit Worten zu unterstützen. Bei keinem Geringeren als Jean-Paul Sartre, der sich mit der Gauche Prolétarienne solidarisiert, nachdem sie verboten worden ist, findet sich die Argumentation allerdings einmal offen ausgebildet. Zuerst weist er allgemein darauf hin, dass man an der bestehenden Gesellschaft nichts ändern könne, wenn man sich als Intellektueller von der »Gewalt der Massen« distanziere; verfahre man so, übergehe man einfach den entscheidenden Umstand, dass solche Gewalt nur eine Reaktion auf die herrschende Gewalt sei, eine Gewalt, die Sartre in den unterschiedlichsten Anforderungen und Zwängen ausgebildet sieht, in den »unerträglichen Arbeitsnormen« etwa oder der »systematischen Ruinierung der Kleinbetriebe« (1971a: 48). In einem anderen Gespräch nimmt seine Rechtfertigung der Gegengewalt jedoch einen wesentlich konkreteren Charakter an. Angesichts einer Gesellschaft wie der Frankreichs, welche die Repression zum Äußersten treiben könne, sei die einzige Antwort und zugleich das einzige Mittel die Gewalt; man werde die kapitalistische Gesellschaft nie dazu bringen, einer sozialistischen Gesellschaft »freundlich den Platz zu räumen«, deshalb sei ein entsprechender Umbruch mit »sofortiger und totaler Gewalt« verbunden. Noch genauer und persönlicher gesagt:

»[…] Gewalt ist immer schlecht, das steht außer Frage. Nur ist sie unerläßlich und da gut, wo sie Volksgewalt ist. […] In dieser Hinsicht habe ich immer die Ansicht vertreten, einen Direktor einzusperren, sei gut, aber das könne nur geschehen, wenn die Gesamtheit der Fabrik einverstanden ist. Ich bin grundsätzlich für Entführungen, nur weiß ich nicht, wie die Gesamtheit der Franzosen reagiert, die es ja für Entführungen in Frankreich zu gewinnen gilt. In jedem Fall ist es eine Frage der politischen Zweckmäßigkeit. […] Eine Entführung ist weder gut noch schlecht. Sie ist politisch gültig unter bestimmten Umständen und gemäß der Effektivität, die sie enthält. Wenn ich in der Situation stünde, einen gefesselten, gefangenen Menschen umlegen zu müssen, dann wäre mir das ziemlich entsetzlich – aber man darf es eben nicht auf diese Weise, individuell sehen. Man muß einzig und allein die Zweckmäßigkeit betrachten. Da also, wo Entführungen zweckmäßig sind, d. h. da, wo der Klassenkampf sich auf einer gewissen Höhe entfaltet hat, erscheint mir das vollkommen gerechtfertigt.« (1971b: 77f.)

Wie an diesen Ausführungen bereits zu erahnen, prägt die versuchte Abgrenzung zu isolierten terroristischen Anschlägen auch die wirklich gewaltsam vorgehenden Gruppierungen, die es im Gegensatz zu Sartre nicht bei gedanklichem Probehandeln belassen. Vor dem Hintergrund ihrer Taten sind Sartres Ausführungen zu verstehen. Sie alle findet man im Zeichen der Guerilla-Konzeption bestimmt von der Absicht – und dem Glauben –, ihre gewaltsamen Aktionen im engen Verbund mit Teilen der Bevölkerung durchzuführen; sie alle stimmen dann aber auch darin überein, dass sie tatsächlich mit ihren Anschlägen (mehr oder weniger lang) fortfahren, als sich selbst für sie der Glaube als irrig hätte erweisen können.

Weitere Formen und Ansatzpunkte der linksradikalen politischen Gewalt fallen jedoch unterschiedlich aus. Die Weatherman erkennen die führende Rolle der Befreiungsbewegungen in der Dritten Welt und der Schwarzen in den USA an; auf die aus ihrer Sicht integrierte weiße Arbeiterklasse setzen sie insgesamt keine Hoffnungen, wohl aber auf die (proletarische) Jugend. Um den Kampf auch ins Mutterland des Imperialismus zu übertragen, versuchen sie darum zuerst, die weißen Jugendlichen zu offenem Widerstand in Feldschlachten mit der Polizei zu bewegen; nach solchen riskanten, verlustreichen Versuchen ziehen sich die Weatherman in kleine, geheime Gruppen zurück, um einige Anschläge gegen repräsentative Gebäude durchzuführen.

Die französischen Gauche Prolétarienne hingegen setzen überwiegend auf die Arbeiter in den Fabriken und sehen sich selbst als Partisanenkämpfer, die Aktionen gegen Chefs und Unternehmer unterstützen oder im Einverständnis mit der Belegschaft durchführen. Auch die deutsche RAF will mit ihren Anschlägen zur Revolutionierung der Arbeitermassen beitragen; im Unterschied zur Gauche Prolétarienne gehört zu ihrem frühen Konzept Stadtguerilla aber die organisatorische Absonderung von den Gruppen, die in Betrieben und Stadtteilen verankert sind.

Verbunden ist diese Gewaltausübung und -begründung mit einigen Teilen der antiautoritären Bewegung insofern, als deren Sprecher – wie Dutschke oder Hayden – über Sabotageakte und Guerilla-Aktionen in den westlichen Ländern laut nachgedacht haben. Solche Übereinstimmungen werden etwa von der RAF genutzt, um sich selbst als – nun organisatorisch und strategisch besser konzipierter – Nachfolger der Studentenbewegung auszugeben. Überwiegend dient der Hinweis auf solche Schnittmengen aber natürlich dazu, die außerparlamentarische Opposition rückwirkend zu diskreditieren. In einer quasi-offiziellen sowjetischen Abhandlung aus der ersten Hälfte der 70er Jahre heißt es etwa, dass die durch kleine linksextremistische Gruppen betriebene Aufnahme der »von Rudi Dutschke unterstützten Losung ›den Partisanenkampf in den Dschungeln der Großstädte zu beginnen‹« ein konterrevolutionäres Unterfangen darstelle (Batalow 1975: 183).

Gegen die Zuspitzungen der sowjetischen, aber natürlich auch der im Ansatz vergleichbaren konservativen und liberalen Kritiker spricht jedoch, dass jemand wie Dutschke seine Losung weder in die Tat umgesetzt noch (wie später Sartre) offen oder in großem öffentlichen Zusammenhang entfaltet hat; zu einem beträchtlichen Teil fungierte die Rede von der metropolitanen Guerilla sogar ja nur als rhetorische Intensivierung der propagierten Ordnungsverstöße und der angestrebten Aufhebung hierarchischer Trennungen.

Freilich kann man umgekehrt für die These einfach anbringen, dass es zahlreiche andere personelle Überschneidungen gibt – in den gewalttätigen Gruppen der Jahre 1969-1972 befinden sich fast ausschließlich frühere Anhänger der Studentenbewegung und selbst eine Reihe ihrer Wortführer (wie Bernardine Dohrn in den USA oder Alain Geismar in Frankreich). Die Frage nach dem Zusammenhang der antiautoritären Bewegung der Jahre 1964-68 mit den Bestrebungen am Ende der 60er und zu Beginn der 70er Jahre ist deshalb in dieser Hinsicht nicht eindeutig zu beantworten. Das gilt für die terroristischen Gruppen, und es gilt gleichfalls für die neu gegründeten kommunistischen Organisationen, die wieder ganz auf straffe Organisation und die Arbeiterklasse (oder die Volksfront) setzen.

Festzuhalten bleibt jedoch, dass in beiden Fällen zwar personelle Kontinuitäten zu verzeichnen sind, sich jedoch nach 1968 die Organisationen nicht allein dem Namen nach, sondern auch zu einem großen Teil in ihren Organisationsformen ändern. Zusätzlich steht fest, dass nicht nur andere Mittel – zentralistische Parteiarbeit bzw. Gewalt – und Adressaten – die proletarischen Massen oder Jugendlichen –, neu in den Vordergrund, sondern auch einige ältere Ziele in den Hintergrund rücken; die Konsumkritik der Neuen Linken etwa wird von den Kommunisten angesichts der ihrer Meinung nach weiterhin bestehenden schlechten materiellen Lage der meisten Arbeiter ebenso vernachlässigt oder ganz verworfen wie die scharfe Kritik an vielen Formen der Arbeitsteilung; die Ausrichtung am Prinzip direkter, nicht repräsentativer Demokratie wird in den meisten kommunistischen oder terroristischen Avantgardeorganisationen allenfalls für den engen Kreis der Mitglieder postuliert.

Eine (weitgehende) Identität von antiautoritärer Bewegung und den nach 1968 rasch entstehenden maoistischen und leninistischen Gruppierungen kann deshalb ausgeschlossen werden. Kompliziert wird die Sache aber dadurch, dass zum einen viele wichtige Ziele die gleichen bleiben – Ablehnung des bürgerlich-formalen Rechtsstaats, der amerikanisch-imperialistischen Interventionen, der kapitalistischen Eigentumsordnung – und zum anderen die antiautoritäre Opposition sowie manche Theoretiker der Neuen Linken auf dem Höhe- bzw. fast auch schon Endpunkt der Bewegung im Frühjahr 1968 sich zumindest in Absichtserklärungen verstärkt der marxistischen Lehre und der Arbeiterklasse zuwenden. Darum bleibt es in vielerlei Hinsicht möglich, je nach Einschätzung (und natürlich in unserem Falle auch nach politischer Opportunität) die Kontinuität oder den Abstand zwischen der außerparlamentarischen Opposition und den späteren kaderkommunistischen oder gar gewalttätigen Organisationen zu betonen.

 

Literatur

Batalow, E. J. (1975): Philosophie der Rebellion. Kritik der Ideologie des Linksradikalismus [sowjetisches Original 1973], Berlin.

Bardacke, Frank/Hayden, Tom (1971): »Free Berkeley« [1969]. In: Stolz 1971, S. 135-155.

Castoriadis, Cornelius (1980b): »Die Revolution neu beginnen« [frz. Original 1964]. In: Ders., Sozialismus oder Barbarei. Analysen und Aufrufe zur kulturrevolutionären Veränderung, Berlin, S. 145-180.

Dutschke, Rudi/Käsemann, T./Schöller, R. (1968): »Vorwort«. In: Régis Debray/Fidel Castro/K. S. Karol/Gisela Mandel, Der lange Marsch, München, S. 5-24.

Flacks, Richard (1971b): »Revolt of the Young Intelligentsia: Revolutionary Class-Consciousness in Post-Scarcity America« [1969]. In: Roderick Aya/Norman Miller (Hg.), The New American Revolution, New York und London, S. 223-263.

Gilcher-Holtey, Ingrid (2001): Die 68er Bewegung. Deutschland – Westeuropa – USA, München.

Glucksmann, André (1969): »Strategie und Revolution – Frankreich 1968« [Stratégie et revolution en France 1968« (1968)]. In: Ders. u.a., Revolution Frankreich 1968. Ereignisse und Perspektiven, Frankfurt am Main, S. 7-80.

Gorz, André (1967): Zur Strategie der Arbeiterbewegung im Neokapitalismus [Stratégie ouvriere et néo-capitalisme (1964)], Frankfurt am Main.

Klonsky, Mike (1968): »Toward a Revolutionary Youth Movement«. In: New Left Notes, 23.12.1968, S. 3.

Kraushaar, Wolfgang (Hg.) (1998): Frankfurter Schule und Studentenbewegung. Von der Flaschenpost zum Molotowcocktail, Bd. 2: Dokumente, Hamburg.

Long, Priscilla (Hg.) (1969): The New Left. A Collection of Essays, Boston.

Lukács, Georg (1970): »Die Verdinglichung und das Bewußtsein des Proletariats«. In: Ders., Geschichte und Klassenbewußtsein. Studien über marxistische Dialektik [1923], Neuwied und Berlin, S. 170-355.

Lynd, Staughton (1969): »Towards a History of the New Left«. In: Long 1969, S. 1-13.

Marcuse, Herbert (1964): Die Gesellschaftslehre des sowjetischen Marxismus [Soviet-Marxism: A Critical Analysis (1957], Neuwied und Berlin.

Marcuse, Herbert (1998): »Das Problem der Gewalt in der Opposition« [1967]. In: Kraushaar 1998, S. 272-275.

Sartre, Jean-Paul (1971a): »Bürgerkrieg in Frankreich?« [Interview mit André Glucksmann, 1970]. In: Ders., Der Intellektuelle und die Revolution, Neuwied und Berlin, S. 36-57.

Sartre, Jean-Paul (1971b): »Ein Betriebstribunal« [Interview, 1971]. In: Ders., Der Intellektuelle und die Revolution, Neuwied und Berlin, S. 58-80.

Stolz, Matthew (1971): Politics of the New Left, Beverly Hills und London.

 

Online-Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des transcript Verlags.

Thomas Hecken: 1968. Von Texten und Theorien aus einer Zeit euphorischer Kritik, Bielefeld 2008.

 

Apr 192018
 

Die Debatte um die Verleihung des ECHOs an Farid Bang und Kollegah für ihr Album „Jung, brutal, gutaussehend 3“ bestimmt die Feuilletons ebenso wie die Kommentarspalten auf Facebook. Im Zentrum steht die Trias von Kunstfreiheit, Geschmack bzw. Geschmacklosigkeit und einer Reihe von Antisemitismusvorwürfen bzw. antisemitischer Aussagen der beiden Rapper. Hier soll es aber weder darum gehen, am Beispiel von Songtexten die Freiheit der Kunst zu erörtern oder diese auf ihren antisemitischen Gehalt[1] zu überprüfen, sondern um die Rolle des Musikpreises, dessen Verleihung die Debatte erst initiiert hat.

„Der Deutsche Musikpreis ECHO“, preist der Bundesverband Musikindustrie die Preisverleihung an, „ist seit 1992 der Höhepunkt eines jeden Musikjahres.“[2] Dieser Höhepunkt ist ein Event, das veranstalterseitig den US-amerikanischen Grammys als gleichrangig angesehen wird. Alles, was Rang und Namen hat, gibt sich dort die Klinke und gegebenenfalls auch eine Trophäe in die Hand. Wer aber eine Chance auf die Trophäe bekommt, darüber entscheidet allein der Rang als das quantitativ messbar bessere Abschneiden von Musikern und Musikerinnen in Konkurrenz zu anderen ihrer Art. Denn anders als andere Kulturpreise orientiert sich der ECHO für seine Nominierungen und Auszeichnungen zunächst allein an Verkaufszahlen und Userrankings – eine Bewertung jenseits dieser rein objektiven Zahlen findet nicht statt. Auf dieser Grundlage werden in jeder Rubrik (HipHop, Rock usw.) die fünf erfolgreichsten Akteure vorausgewählt und einer Jury zur Abstimmung vorgelegt, die mit ihren Stimmen das Ergebnis zwar beeinflussen können, es jedoch gegen besonders erfolgreiche Alben oder Bands schwer haben.[3] Vielfach ausgezeichnete KünstlerInnen und Acts wie Helene Fischer, die Kastelruther Spatzen, Herbert Grönemeyer, Anna Netrebko oder Rammstein wird es nicht stören, dass sie neben guten Verkaufszahlen für genau diese auch noch mit Preisen überhäuft werden, die einen Mehrwert an symbolischem Kapital bedeuten, obwohl sie eigentlich nur Ausdruck rein ökonomischen Kapitals sind.

Fragwürdig sind jedoch weniger diejenigen, die diese Preise annehmen, als vielmehr jene, die diesen Preis ersonnen haben und sich erst mit Auftauchen von Kritik um den Beistand eines ‚Ethikrates’ bemühen, der letztlich auch zu einer Unbedenklichkeitseinschätzung gelangt.[4] Denn wer sich einem solchen Bewertungsregime unterwirft, das nur die Zahlen von verkauften Tonträgern, Downloads und Klicks registriert, hat sich bereits apriori jeder Verantwortung für Inhalte entledigt – egal ob ‚patriotische’ Heimat-Rocker im Selbstviktimierungswahn (vgl. Frei.Wild; 2010, 2013, 2014; 2016) oder eben homophobe Gewaltapolegeten, die brutal-gutaussehend mit antisemitischer Rhetorik über die jüdische Weltverschwörung aufklären wollen (2018). Argumente jenseits der Zahl kennt die der Preisverleihung zugrundeliegende Evaluation nicht.

ECHO, der Name ist Programm, auch wenn seine Initiatoren damit ursprünglich wohl einen anderen Klang im Sinn hatten. Denn anders als die mythologische Bergnymphe, die von höheren Mächten mit dem Zwang zur ewigen Wiederholung gestraft wurde, hat sich die deutsche Musikindustrie ihre Rolle selbst ausgesucht. Sie glaubt an die selbstlegitimierende Funktion des Marktes. Doch die Orientierung an nackten Zahlen, die unabhängig davon betrieben wird, was ihnen in Form und Inhalt der evaluierten Kunstwerke jeweils zugrunde liegt, ist der Eingang in die totale Unmündigkeit. Eine Unmündigkeit, die im Zweifelsfall, den sie jedoch nie als solchen erkennen kann, auch Antisemiten und Menschenfeinde aller Art für ihre Kunst auszeichnen muss. Die Musikindustrie agiert mit ihrem ECHO als nicht nur Adornos schlimmster Alptraum, als eine Variante der Kulturindustrie, die sich einerseits das Menschliche weitest möglich ausgetrieben hat, andererseits dennoch die Auslöschung Israels propagieren kann. Auf Seiten der Evaluation sind menschliche Operationen – nämlich die ästhetische wie politische Ästimation – kategorisch in den Hintergrund gestellt, die nur noch akklamierenden Charakter haben. Auf Seiten der Ausgezeichneten aber ist alles möglich.

Die Industrie jedoch interessiert dies anscheinend wenig; sie praktiziert stattdessen Selbstgenuss am Beispiel ihrer Erfolge, wenn sie die meistgeklickten und meistgekauften Songs, Alben und Acts aus der Latenz im Hintergrund erhobener Daten auf der Bühne ausstellt und somit Popularität sichtbar macht. Selbstgenuss, weil sie ja ohnehin schon weiß, wer die ‚Besten’ und ‚Erfolgsreichsten’ sind, die bei der großen Gala auftreten dürfen. Sie qualifiziert sich selbst als Wiederholerin, die durch die turnusmäßige Eventisierung und aufwendige mediale Inszenierung zusätzlich resonanzverstärkend wirkt, um all dem zusätzlichen Nachdruck zu verleihen, was ohnehin schon große Popularität genießt. Wer von dieser indifferenten Ökonomie nicht reden will, kann zum Antisemitismus nur schweigen.

 

Dr. Niels Penke ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Germanistischen Seminar der Universität Siegen.

 

Anmerkungen

[1] Wer seine positiven physischen Merkmale über den Vergleich mit Auschwitzinsassen (vgl. den Song ‚0815’), die er damit verspottet, herausstellt, und zugleich von einer friedlichen Welt ohne Judentum träumt, das als dämonische Macht hinter allem Übel in der Welt gesehen wird (vgl. den Song ‚Apokalypse’), bedient sich mehr als nur eines Bausteins des modernen Antisemitismus. Selbst wenn, wie auf v.a. Twitter zu lesen, zwischen Mensch und Kunst-Figur zu trennen ist, dann sind es eben antisemitische Kunstfiguren, die ihre eliminatorischen Träume von einer judenfreien Welt öffentlich ausstellen.

[2] http://www.musikindustrie.de/echo/ (Stand 19.04.2018)

[3] Zum Prozedere der Entscheidungsfindung vgl. http://meedia.de/2018/04/13/chart-erfolg-plus-juroren-stimmen-so-kamen-die-umstrittenen-rapper-kollegah-und-farid-bang-zu-ihrem-echo/ (Stand 19.04.2018)

[4] Vgl. https://www.nmz.de/online/ein-armseliger-echo-beirat-und-die-frage-der-grundrechte. (Stand 19.04.2018)

Apr 162018
 

Die neue Ausgabe der »Pop«-Zeitschrift ist erschienen.

Insgesamt 18 Aufsätze

– etwa zu Zombies, Facebook-Feed, Influencern, Kentauren, Subversion, geschrieben von u.a. Moritz Baßler, Robin Curtis, Sonja Eismann, Paula-Irene Villa und Wolfgang Ullrich.

Das komplette Inhaltsverzeichnis steht hier.

Neben allen Buchhandlungen kann man das Heft auch direkt hier über den Verlag beziehen. Das Einzelheft kostet 16,80 Euro. Das Jahresabonnement (zwei Hefte: Frühling- und Herbstausgabe) kostet in Deutschland 30 Euro, international 40 Euro. Solange der Vorrat reicht, gibt es ein älteres Heft gratis dazu.

Abonnementmöglichkeit hier.

Apr 102018
 

Alle Aufsätze der Hefte 1-11 nach Themen sortiert.

Bildende Kunst

Mascha Jacobs: ›Modernism You Can(‘t) Dance to‹
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 1, Herbst 2012, S. 54-59.

Tom Holert: Grasschlammpferd im Gangnam Style
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 2, Frühling 2013, S. 10-15.

Wolfgang Ullrich: Netzwerkbürger als Kunstpublikum
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 3, Herbst 2013, S. 28-33.

Torsten Hahn: ›Wallpaper Art‹. Zur Ästhetik seriell gestalteter Oberflächen
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 3, Herbst 2013, S. 156-173.

Tom Holert: Im Vintage-Salonwagen durch den Kreativitätskomplex. Doug Aitkens »Station to Station«
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 4, Frühling 2014, S. 37-41.

Mascha Jacobs: »There is no such thing as repetition«. Sturtevant 1929-2014
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 5, Herbst 2015, S. 70-76.

Wolfgang Ullrich: Besitzen statt rezipieren. Wie die Ikonografie zeitgenössischer Kunstsammler die Ideale moderner Kunst revidiert
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 5, Herbst 2015, S. 121-129.

Diedrich Diederichsen: Konzeptuelle Musik, konzeptuelle Popmusik
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 5, Herbst 2015, S. 130-137.

Ursula Frohne/Christian Katti: Selfie-Übergriffe
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 6, Frühling 2015, S. 31-36.

Tom Holert: Sammelbegriffe. Rock-Museum und Gegenwartskunst
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 6, Frühling 2015, S. 128-147.

Diedrich Diederichsen: Der Nullpunkt und der Ausstieg aus der linearen Zeit
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 6, Frühling 2015, S. 148-159.

Wolfgang Ullrich: Siegerkunst
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 7, Herbst 2015, S. 28-33.

Jörg Scheller: Ausstellungen mit Lautstärkeregler
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 8, Frühling 2016, S. 94-98.

Tom Holert: Lecture Performance. Verlegenheitsformat oder rebellische Form?
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 9, Herbst 2016, S. 64-68.

Joseph Imorde: Pop-Art-Kataloge
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 9, Herbst 2016, S. 118-121.

Wolfgang Ullrich: Von der Ware zur Währung
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 10, Frühling 2017, S. 28-33.

Mascha Jacobs: Healing Holes
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 11, Herbst 2017, S. 88-92.

 

Buchbesprechung

Moritz Baßler: Clover und Reynolds
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 1, Herbst 2012, S. 81-85.

Nadja Geer: Pop oder kein Pop: Mark Greif
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 2, Frühling 2013, S. 79-83.

Heinz Drügh: TV-Serien-Analysen
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 3, Herbst 2013, S. 87-91.

Stephan Dietrich: Bob Stanley – »pop obsessive«
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 4, Frühling 2014, S. 84-87.

Moritz Baßler / Christoph Rauen: Diedrich Diederichsen – »Über Pop-Musik«
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 5, Herbst 2015, S. 87-95.

Thomas Hecken: Popular Culture?
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 6, Frühling 2015, S. 97-101.

Thomas Hecken: Pop-Geschichtsschreibung
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 7, Herbst 2015, S. 101-107.

Thomas Hecken: Popmoderne
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 8, Frühling 2016, S. 103-107.

Joseph Imorde: Pop-Art-Kataloge
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 9, Herbst 2016, S. 118-121.

Florian Heesch: Autorschaft, Queerness, Männlichkeit
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 10, Frühling 2017, S. 100-107.

Daniel Stein: ›Schwarze‹ Populärkultur
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 11, Herbst 2017, S. 99-103.

 

Design

Simon Bieling: Arbeiten lassen. Handwerksmythen der Luxuswerbung
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 5, Herbst 2015, S. 46-51.

Simon Bieling: Pittoreske Entspannung
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 6, Frühling 2015, S. 83-87.

Daniel Hornuff: Design der Eigentlichkeit
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 7, Herbst 2015, S. 24-40.

Till Huber: Glücksgestaltung
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 8, Frühling 2016, S. 76-87.

Katrin Niesen: Funktion und Reiz der Verpackung
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 9, Herbst 2016, S. 84-95.

Dirk Hohnsträter: Das Handwerk der Hipster
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 9, Herbst 2016, S. 124-145.

Elena Beregow: Reine und unreine Düfte
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 10, Frühling 2017, S. 34-39.

Simon Bieling: Keksoberflächen
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 10, Frühling 2017, S. 40-42.

Viola Hofmann: Patchwork
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 11, Herbst 2017, S. 15-19.

 

Film

Georg Seeßlen: Feelgood Movies
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 1, Herbst 2012, S. 15-20.

Ruth Mayer: Die Logik der Serie. Fu Manchu, Fantômas und die serielle Produktion ideologischen Wissens
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 1, Herbst 2012, S. 136-154.

Dietmar Kammerer: Eine Bühne, ein Mann, ein Stuhl
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 2, Frühling 2013, S. 16-21.

Robin Curtis: Viszeralität und Monotonie: »Girls«, »Spring Breakers«
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 3, Herbst 2013, S. 66-70.

Georg Seeßlen: Artcore: Grenzüberschreitungen bei Lars von Trier und anderswo
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 4, Frühling 2014, S. 52-56.

Dietmar Kammerer: Werbe-Stil
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 5, Herbst 2015, S. 52-56.

Robin Curtis: Erstarrung: Die Pose und das Altern
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 6, Frühling 2015, S. 78-82.

Frank Kelleter: Das Remake als Fetischkunst. Gus Van Sants »Psycho« und die absonderlichen Serialitäten des Hollywood-Kinos
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 7, Herbst 2015, S. 154-173.

Dietmar Kammerer: Vor und zurück. Von Blockbustern, Sequels und Zeitreisen
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 8, Frühling 2016, S. 38-41.

Ken Hollings: Godzilla hat das Gebäude verlassen
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 9, Herbst 2016, S. 146-155.

Ekkehard Knörer: HBOification
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 10, Frühling 2017, S. 81-86.

 

Internet

Ramón Reichert: ›If I Die on Facebook‹
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 1, Herbst 2012, S. 75-80.

Christian Metz: Lady Gagas digitale Intimität
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 1, Herbst 2012, S. 155-170.

Tom Holert: Grasschlammpferd im Gangnam Style
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 2, Frühling 2013, S. 10-15.

Thomas Hecken: Bezahlmodell
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 2, Frühling 2013, S. 35-40.

Theo Röhle: Wie Google Wirklichkeit produziert
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 2, Frühling 2013, S. 41-47.

Andreas Gebesmair: Feudalismus für alle! Zu einigen Tendenzen in der Diskussion über Filesharing und Crowdfunding
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 2, Frühling 2013, S. 54-57.

Ole Petras: Popmusik-Apps
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 2, Frühling 2013, S. 58-62.

Jens Gerrit Papenburg: Soundfile. Kultur und Ästhetik einer Hörtechnologie
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 2, Frühling 2013, S. 140-155.

Carolin Gerlitz: Partizipative Zahlen. Vom Wert der Likes
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 3, Herbst 2013, S. 34-38.

Ramón Reichert: Big Data: Facebooks Musiksoziologie
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 4, Frühling 2014, S. 29-33.

Regine Buschauer: Autos und Information
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 5, Herbst 2015, S. 19-23.

Theo Röhle: Gamification
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 5, Herbst 2015, S. 61-64.

Carolin Gerlitz: Whatsapp und Snapchat
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 6, Frühling 2015, S. 42-46.

Christina Bartz: Bewertungsfernsehen
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 7, Herbst 2015, S. 70-74.

Oliver Leistert: Bitcoin und Blockchain
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 7, Herbst 2015, S. 80-85.

Ramón Reichert: Selfie Culture. Kollektives Bildhandeln 2.0
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 7, Herbst 2015, S. 86-96.

Theo Röhle: Hashtag Publics – Meinungsfreiheit?
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 8, Frühling 2016, S. 21-25.

Bernhard Pörksen: Die Erregungsindustrie der Viral-Plattformen
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 9, Herbst 2016, S. 50-53.

Carolin Gerlitz: Bots, Software und parasitäre Ökonomien
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 9, Herbst 2016, S. 54-58.

Andreas Gebesmair: Vom DJ zum Algorithmus
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 9, Herbst 2016, S. 59-63.

Oliver Leistert: Blockchains – Eigentumsfragen, Betrug und Diebstahl
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 10, Frühling 2017, S. 48-51.

Ramón Reichert: Action Cams: Bilder vom Krieg
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 10, Frühling 2017, S. 52-59.

Regine Buschauer: Viren
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 11, Herbst 2017, S. 29-32.

Annekathrin Kohout: YouTube-Formate zwischen Professionalität und Dilettantismus
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 11, Herbst 2017, S. 66-71.

 

Kultur/Theorie

Ruth Mayer: Die Logik der Serie. Fu Manchu, Fantômas und die serielle Produktion ideologischen Wissens
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 1, Herbst 2012, S. 136-154.

Wolfgang Ullrich: Zu viel Energie
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 1, Herbst 2012, S. 10-14.

Heinz Drügh: »We Got a Whole Store« – Zur Ästhetik des Supermarkts
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 2, Frühling 2013, S. 103-115.

Nicolas Pethes: Pop-Wissen
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 3, Herbst 2013, S. 102-112.

Diedrich Diederichsen: Camp: Gesichterlektüren, Backstagewissen, Peinlichkeitsregime
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 4, Frühling 2014, S. 133-151.

Roland Benedikter / Georg Göschl: Zur Überwindung der Krise: Europa braucht eine Zivilreligion
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 4, Frühling 2014, S. 102-117.

Michael Bracewell: Deutschland ist dein Amerika
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 4, Frühling 2014, S. 118-132.

Urs Stäheli / Annika Stähle: Infrastrukturen des Tourismus
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 5, Herbst 2015, S. 10-18.

Niels Werber: Formkrise und Kulturkritik. Karl Heinz Bohrer und Christian Kracht
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 5, Herbst 2015, S. 140-161.

Konstantin Butz: ›Coolonialismus‹. Wie das Skateboard nach Schleswig-Holstein kam
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 5, Herbst 2015, S. 162-173.

Isabell Otto/Nikola Plohr: Selfie-Technologie
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 6, Frühling 2015, S. 26-30.

Tom Holert: Sammelbegriffe. Rock-Museum und Gegenwartskunst
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 6, Frühling 2015, S. 128-147.

Frank Kelleter: Das Remake als Fetischkunst. Gus Van Sants »Psycho« und die absonderlichen Serialitäten des Hollywood-Kinos
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 7, Herbst 2015, S. 154-173.

Caspar Battegay: Das eingebildete Essen
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 7, Herbst 2015, S. 130-151.

Nadja Geer: Selfing versus Posing
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 8, Frühling 2016, S. 124-134.

Jörg Metelmann: Pop und die Ökonomie des Massenoriginals. Zur symbolischen Form der Globalisierung
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 8, Frühling 2016, S. 135-149.

Christofer Jost: Musikalischer Mainstream. Aufgaben, Konzepte und Methoden zu seiner Erforschung
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 8, Frühling 2016, S. 152-172.

Ken Hollings: Godzilla hat das Gebäude verlassen
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 9, Herbst 2016, S. 146-155.

Heinz Drügh: »Toni Erdmann« – Versuch über Gegenwartsästhetik
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 10, Frühling 2017, S. 132-153.

Wolfgang Reißmann / Nadine Klass / Dagmar Hoffmann: Fan Fiction, Urheberrecht und Empirical Legal Studies
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 10, Frühling 2017, S. 156-172.

Daniel Stein: ›Schwarze‹ Populärkultur
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 11, Herbst 2017, S. 99-103.

Hans Ulrich Gumbrecht: Ethische Grenzen der Faszination? Warum Sportereignisse ihre Zuschauer fesseln
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 11, Herbst 2017, S. 124-143.

 

Literatur

Heinz Drügh/Moritz Baßler: Schimmernder Dunst. Konsumrealismus und die paralogischen Pop-Potenziale
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 1, Herbst 2012, S. 60-65.

Eckhard Schumacher: Rainald Goetz’ »Johann Holtrop«
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 2, Frühling 2013, S. 73-78.

Moritz Baßler / Heinz Drügh: All uns’re problems oder: ›Witty, sexy, gimmicky, glamorous‹ heute
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 3, Herbst 2013, S. 81-86.

Thomas Wegmann: Archive, Listen, Tagebücher
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 4, Frühling 2014, S. 80-83.

Moritz Baßler / Heinz Drügh: Super Wirklichkeit
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 5, Herbst 2015, S. 81-86.

Niels Werber: Formkrise und Kulturkritik. Karl Heinz Bohrer und Christian Kracht
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 5, Herbst 2015, S. 140-161.

Moritz Baßler: Definitely Maybe. Das Pop-Paradigma in der Literatur
S. 104-127.

Moritz Baßler /Heinz Drügh: Schleiermacher ÄKSCHN
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 7, Herbst 2015, S. 97-100.

Richard Meltzer: Die wunderbare Welt des Alkohols
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 7, Herbst 2015, S. 110-129.

Moritz Baßler/Heinz Drügh: Das richtige Leben
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 9, Herbst 2016, S. 101-114.

Wolfgang Reißmann / Nadine Klass / Dagmar Hoffmann: Fan Fiction, Urheberrecht und Empirical Legal Studies
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 10, Frühling 2017, S. 156-172.

Moritz Baßler / Heinz Drügh: Limonade machen. Über Ästhetik und Aneignung
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 11, Herbst 2017, S. 93-98.

 

Mode

Elke Gaugele: Ko-mod-i-fizierung: Fashion&Honesty
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 1, Herbst 2012, S. 48-53.

Christian Huck: Festivalbändchen
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 2, Frühling 2013, S. 63-68.

Fernand Hörner: Dandyismus und Popkultur
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 2, Frühling 2013, S. 156-173.

Monica Titton: Sünder und Heilige, Tisci und Givenchy
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 3, Herbst 2013, S. 58-65.

Elke Gaugele: Blacklisted Glunge-Guru: Rick Owens
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 4, Frühling 2014, S. 42-51.

Christian Huck: Luxus für alle! Die Leggings-Revolution
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 5, Herbst 2015, S. 40-45.

Endora Comer-Arldt: Fashion und Celebrities
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 6, Frühling 2015, S. 37-41.

Sonja Eismann: Cyborg in der Wildnis. Posthumane Mode
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 7, Herbst 2015, S. 48-55.

Elke Gaugele: Geteilte Geschichten? Mode, Flucht und Migration
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 8, Frühling 2016, S. 10-17.

Monica Titton: Ready-Made-Mode. Über Vetements
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 9, Herbst 2016, S. 69-79.

Annekathrin Kohout: Clean-Pop als ›Safe Space‹ der Mode
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 11, Herbst 2017, S. 10-14.

 

Multimedia

Jochen Venus: The Clash of Mediatizations. ›Let’s-Play‹-Videos und der Mythos des Computerspiels
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 1, Herbst 2012, S. 43-47.

Ole Petras: Popmusik-Apps
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 2, Frühling 2013, S. 58-62.

Christian Huck: Video-Dekompositionen
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 3, Herbst 2013, S. 71-75.

Jochen Venus: »GTA V«. Computerspiel als Gesellschaftsmetapher
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 4, Frühling 2014, S. 57-62.

Ole Petras: Spiele-Apps
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 5, Herbst 2015, S. 57-60.

Christian Huck: Das Lieblings-Video des neuen Feuilletons
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 6, Frühling 2015, S. 58-62.

Martin Butler: ›Partizipation‹ – zum Einsatz eines Begriffs
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 6, Frühling 2015, S. 162-172.

Jochen Venus: Das Game-over-Game. Ein Rückblick auf Yanis Varoufakis
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 7, Herbst 2015, S. 10-15.

Ole Petras: Bilder-Apps
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 8, Frühling 2016, S. 42-46.

Dietmar Kammerer: Videoüberwachung
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 9, Herbst 2016, S. 16-32.

Ramón Reichert: Action Cams: Bilder vom Krieg
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 10, Frühling 2017, S. 52-59.

Annekathrin Kohout: Livestreaming Is Life
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 10, Frühling 2017, S. 74-77.

Ole Petras: Pops, Blogs, Apps
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 11, Herbst 2017, S. 53-65.

Annekathrin Kohout: YouTube-Formate zwischen Professionalität und Dilettantismus
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 11, Herbst 2017, S. 66-71.

 

Musik

Aram Lintzel: Hypnagogic Pop
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 1, Herbst 2012, S. 66-69.

Marcus S. Kleiner: Alte, Untote und Tote
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 1, Herbst 2012, S. 70-74.

Christian Metz: Lady Gagas digitale Intimität
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 1, Herbst 2012, S. 155-170.

Moritz Baßler: Clover und Reynolds
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 1, Herbst 2012, S. 81-85.

Dick Hebdige: »Is It Really So Strange?« Verschiedene Aneignungen: Morrissey und der Blues
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 1, Herbst 2012, S. 116-125.

Nadja Geer: Lass(t) uns zusammen bleiben: Soul in der Nachpostmoderne
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 2, Frühling 2013, S. 22-26.

Ole Petras: Popmusik-Apps
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 2, Frühling 2013, S. 58-62.

Christian Huck: Festivalbändchen
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 2, Frühling 2013, S. 63-68.

Dave Tompkins: Plugged Out
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 2, Frühling 2013, S. 134-137.

Jens Gerrit Papenburg: Soundfile. Kultur und Ästhetik einer Hörtechnologie
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 2, Frühling 2013, S. 140-155.

Marcus S. Kleiner: Bushido und der deutsche Konservatismus
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 3, Herbst 2013, S. 47-53.

Christian Huck: Video-Dekompositionen
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 3, Herbst 2013, S. 71-75.

Jonathan Lethem: Einstürzende Distanz. Möchtegerns Liebeslied oder Der Autor als Fan
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 3, Herbst 2013, S. 94-101.

Nadja Geer: Cyrus-Debatten
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 4, Frühling 2014, S. 63-66.

Dirk Matejovski: Ibiza-Club-Magazine
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 4, Frühling 2014, S. 67-74.

Christian Huck: Coverversionen. Zum populären Kern der Popmusik
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 4, Frühling 2014, S. 154-173.

Aram Lintzel: (Mix-)Tapes – die ewige Leier
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 5, Herbst 2015, S. 65-69.

Diedrich Diederichsen: Konzeptuelle Musik, konzeptuelle Popmusik
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 5, Herbst 2015, S. 130-137.

Konstantin Butz: ›Coolonialismus‹. Wie das Skateboard nach Schleswig-Holstein kam
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 5, Herbst 2015, S. 162-173.

Nadja Geer: Popmusikalischer ›bit rot‹
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 6, Frühling 2015, S. 63-67.

Diedrich Diederichsen: Der Nullpunkt und der Ausstieg aus der linearen Zeit
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 6, Frühling 2015, S. 148-159.

Adam Harper: Wie klingt das Internet?
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 7, Herbst 2015, S. 56-61.

Dirk Matejovski: Retro-Magazine – Sehnsuchtsort Vergangenheit
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 7, Herbst 2015, S. 62-69.

Paul-Philipp Hanske: Rauschgemeinschaften. Die dritte Welle der Psychedelic Music
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 8, Frühling 2016, S. 88-93.

Diedrich Diederichsen: Sound Art und die Romantik des Posthumanen
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 8, Frühling 2016, S. 99-102.

Ian Penman: Elvis, der Gestaltwandler
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 8, Frühling 2016, S. 110-123.

Christofer Jost: Musikalischer Mainstream. Aufgaben, Konzepte und Methoden zu seiner Erforschung
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 8, Frühling 2016, S. 152-172.

Philipp Pabst: Frankies Erben? Deutschsprachige Coverversionen von Sinatras »My Way«
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 9, Herbst 2016, S. 158-173.

Marcus S. Kleiner: Flüchtlinge und deutsche Popmusik
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 9, Herbst 2016, S. 40-44.

Florian Heesch: Autorschaft, Queerness, Männlichkeit
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 10, Frühling 2017, S. 100-107.

Adam Harper: Music that laughs
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 10, Frühling 2017, S. 60-65.

Dirk Matejovski: Geschichten aus der Gruft. Die Magazine der ›Schwarzen Szene‹
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 11, Herbst 2017, S. 72-78.

Ulrich Gutmair: Bilderbuch – nackte Männer gegen Heteronormativität?
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 11, Herbst 2017, S. 83-87.

Diedrich Diederichsen: Sirius Is Serious: Sun Ra und Stockhausen
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 11, Herbst 2017, S. 106-123.

 

Ökonomie

Urs Stäheli: ›Occupy Populism‹
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 1, Herbst 2012, S. 26-30.

Thomas Hecken: Kredit und Krise
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 1, Herbst 2012, S. 31-39.

Andreas Gebesmair: Feudalismus für alle! Zu einigen Tendenzen in der Diskussion über Filesharing und Crowdfunding
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 2, Frühling 2013, S. 54-57.

Thomas Hecken: Pop-Ökonomie
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 2, Frühling 2013, S. 86-102.

Joseph Vogl: Funktionale Entdifferenzierung
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 3, Herbst 2013, S. 10-16.

Carolin Gerlitz: Partizipative Zahlen. Vom Wert der Likes
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 3, Herbst 2013, S. 34-38.

Oliver Leistert: Mietmodell Software Adobe
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 3, Herbst 2013, S. 39-42.

Thomas Hecken: Alle Daten
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 3, Herbst 2013, S. 43-46.

Thomas Hecken: RTL, gestiftet von Bertelsmann
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 4, Frühling 2014, S. 10-12.

Nicolas Pethes: WM in Brasilien – zur Kommerzialisierung des Fußballs
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 4, Frühling 2014, S. 13-18.

Urs Stäheli / Annika Stähle: Infrastrukturen des Tourismus
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 5, Herbst 2015, S. 10-18.

Thomas Hecken: Reichtum und Popkultur
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 5, Herbst 2015, S. 98-120.

Andreas Gebesmair: On-Demand (Filme, Serien, TV)
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 6, Frühling 2015, S. 47-50.

Martin Butler: ›Partizipation‹ – zum Einsatz eines Begriffs
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 6, Frühling 2015, S. 162-172.

Georg Simmerl / Joseph Vogl: Griechenland und die Vernunft des gegenwärtigen Finanzregimes
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 7, Herbst 2015, S. 16-22.

Urs Stäheli: Der Ladenhüter
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 8, Frühling 2016, S. 65-71.

Jörg Metelmann: Pop und die Ökonomie des Massenoriginals. Zur symbolischen Form der Globalisierung
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 8, Frühling 2016, S. 135-149.

Andreas Gebesmair: Vom DJ zum Algorithmus
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 9, Herbst 2016, S. 59-63.

Georg Simmerl / Joseph Vogl: Prognostik und Desaster
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 10, Frühling 2017, S. 22-27.

Christoph Jacke / Dominik Nösner: Ist Authentizität glaubwürdig? Musikwirtschaft im Wandel
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 10, Frühling 2017, S. 43-47.

Oliver Leistert: Blockchains – Eigentumsfragen, Betrug und Diebstahl
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 10, Frühling 2017, S. 48-51.

Luise Stoltenberg / Thomas Frisch: ›Gemeinschaft‹ als Unternehmensaufgabe. Konsequenzen der Sharing Economy
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 11, Herbst 2017, S. 45-52.

Thomas Hecken: Wahlergebnisse und Charts – populäre Kultur
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 11, Herbst 2017, S. 144-172.

 

Politik

Thomas Hecken: Kredit und Krise
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 1, Herbst 2012, S. 31-39.

Urs Stäheli: ›Occupy Populism‹
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 1, Herbst 2012, S. 26-30.

Thomas Hecken: Kriegsbilder und Kommentar
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 1, Herbst 2012, S. 40-42.

Tom Holert: Grasschlammpferd im Gangnam Style
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 2, Frühling 2013, S. 10-15.

Dietmar Kammerer: Eine Bühne, ein Mann, ein Stuhl
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 2, Frühling 2013, S. 16-21.

Michaela Wünsch: Family Values
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 2, Frühling 2013, S. 27-30.

Katja Sabisch: »Mehr Krawall war nie!« Jörg Kachelmann, Kristina Schröder und der Feminismus
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 2, Frühling 2013, S. 31-34.

Ken Hollings: Die Zukunft 1947
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 2, Frühling 2013, S. 116-133.

Ling Yang: Annäherung durch Pop. Kulturimporte, staatliche Kontrolle und kulturelle Vielfalt in China
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 3, Herbst 2013, S. 132-155.

Joseph Vogl: Funktionale Entdifferenzierung
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 3, Herbst 2013, S. 10-16.

Lars Koch: Terror 3.0 – »Homeland« und die Entgrenzung des Verdachts
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 3, Herbst 2013, S. 17-21.

Thomas Hecken: Alle Daten
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 3, Herbst 2013, S. 43-46.

Marcus S. Kleiner: Bushido und der deutsche Konservatismus
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 3, Herbst 2013, S. 47-53.

Thomas Hecken: Zur Wahl
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 3, Herbst 2013, S. 113-129.

Nicolas Pethes: WM in Brasilien – zur Kommerzialisierung des Fußballs
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 4, Frühling 2014, S. 13-18.

Niels Werber: Drohnen
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 4, Frühling 2014, S. 19-23.

Roland Benedikter / Karim Fathi: Gehirn-Computer-Schnittstellen: Gedanken hacken?
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 4, Frühling 2014, S. 24-28.

Roland Benedikter / Georg Göschl: Zur Überwindung der Krise: Europa braucht eine Zivilreligion
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 4, Frühling 2014, S. 102-117.

Iain Sinclair: Am Tag von Thatchers Beerdigung
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 4, Frühling 2014, S. 90-101.

Tom Holert: Identitäres Rauschen. Playlists des Populismus
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 5, Herbst 2015, S. 35-39.

Katja Sabisch: Körperpraktiken im Bio-Pop
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 6, Frühling 2015, S. 68-77.

Jochen Venus: Das Game-over-Game. Ein Rückblick auf Yanis Varoufakis
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 7, Herbst 2015, S. 10-15.

Georg Simmerl / Joseph Vogl: Griechenland und die Vernunft des gegenwärtigen Finanzregimes
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 7, Herbst 2015, S. 16-22.

Thomas Hecken: Griechisches Volk, europäische Verständigung
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 7, Herbst 2015, S. 23-27.

Oliver Leistert: Bitcoin und Blockchain
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 7, Herbst 2015, S. 80-85.

Elke Gaugele: Geteilte Geschichten? Mode, Flucht und Migration
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 8, Frühling 2016, S. 10-17.

Sonja Eismann: Die neue Brauchbarkeit des Feminismus
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 8, Frühling 2016, S. 18-20.

Theo Röhle: Hashtag Publics – Meinungsfreiheit?
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 8, Frühling 2016, S. 21-25.

Niels Werber: Premediation des Terrors
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 8, Frühling 2016, S. 26-30.

Elena Beregow: Die fehltemperierte Nation
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 9, Herbst 2016, S. 10-15.

Dietmar Kammerer: Videoüberwachung
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 9, Herbst 2016, S. 16-32.

Hans Hütt: Politische Talkshows
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 9, Herbst 2016, S. 34-39.

Marcus S. Kleiner: Flüchtlinge und deutsche Popmusik
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 9, Herbst 2016, S. 40-44.

Thomas Hecken: Der populäre Donald Trump
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 10, Frühling 2017, S. 10-21.

Georg Simmerl / Joseph Vogl: Prognostik und Desaster
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 10, Frühling 2017, S. 22-27.

Adam Harper: Music that laughs
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 10, Frühling 2017, S. 60-65.

Thomas Hecken: Pressetexte und Tweets
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 10, Frühling 2017, S. 66-73.

Thomas Hecken: Wahlergebnisse und Charts – populäre Kultur
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 11, Herbst 2017, S. 144-172.

Niels Werber: Trumps Twittern. Der populäre Donald Trump (II)
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 11, Herbst 2017, S. 39-44.

 

Poptheorie und Popkonzepte

Thomas Hecken: Pop-Konzepte der Gegenwart
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 1, Herbst 2012, S. 88-106.

Nadja Geer: Pop: Annäherung an ein gegenwärtiges Phänomen
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 1, Herbst 2012, S. 108-115.

Moritz Baßler: Clover und Reynolds
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 1, Herbst 2012, S. 81-85.

Detlef Siegfried: »Der Rock’n’Roll macht es Dir«: Günter Amendt und die Popkultur. An Stelle eines Nachrufs
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 1, Herbst 2012, S. 126-133.

Nadja Geer: Pop oder kein Pop: Mark Greif
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 2, Frühling 2013, S. 79-83.

Thomas Hecken: Pop-Ökonomie
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 2, Frühling 2013, S. 86-102.

Moritz Baßler / Heinz Drügh: All uns’re problems oder: ›Witty, sexy, gimmicky, glamorous‹ heute
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 3, Herbst 2013, S. 81-86.

Thomas Hecken: Zur Wahl
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 3, Herbst 2013, S. 113-129.

Torsten Hahn: ›Wallpaper Art‹. Zur Ästhetik seriell gestalteter Oberflächen
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 3, Herbst 2013, S. 156-173.

Christian Huck: Coverversionen. Zum populären Kern der Popmusik
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 4, Frühling 2014, S. 154-173.

Moritz Baßler / Christoph Rauen: Diedrich Diederichsen – »Über Pop-Musik«
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 5, Herbst 2015, S. 87-95.

Thomas Hecken: Reichtum und Popkultur
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 5, Herbst 2015, S-98-120.

Christian Huck: Das Lieblings-Video des neuen Feuilletons
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 6, Frühling 2015, S. 58-62.

Thomas Hecken: Popular Culture?
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 6, Frühling 2015, S. 97-101.

Thomas Hecken: Pop-Geschichtsschreibung
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 7, Herbst 2015, S. 101-107.

Thomas Hecken: Popmoderne
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 8, Frühling 2016, S. 103-107.

Jörg Metelmann: Pop und die Ökonomie des Massenoriginals. Zur symbolischen Form der Globalisierung
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 8, Frühling 2016, S. 135-149.

Jörg Scheller: Prop. Pop I–V und die Poptheorie als paradoxer Barbar
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 10, Frühling 2017, S. 110-131.

Thomas Hecken: Wahlergebnisse und Charts – populäre Kultur
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 11, Herbst 2017, S. 144-172.

Thomas Hecken: Der populäre Donald Trump
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 10, Frühling 2017, S. 10-21.

 

Presse

Bernhard Pörksen: Die Angst des Geisteswissenschaftlers vor den Medien
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 1, Herbst 2012, S. 21-25.

Thomas Hecken: Bezahlmodell
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 2, Frühling 2013, S. 35-40.

Thomas Hecken: Chart- und Landlust
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 3, Herbst 2013, S. 54-57.

Nadja Geer: Cyrus-Debatten
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 4, Frühling 2014, S. 63-66.

Dirk Matejovski: Ibiza-Club-Magazine
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 4, Frühling 2014, S. 67-74.

Bernhard Pörksen: Der neue »Stern« – eine Blattkritik
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 4, Frühling 2014, S. 75-79.

Sonja Eismann: Wer sind die Crowd-Reporter? Die Repräsentationsfrage
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 5, Herbst 2015, S. 77-80.

Theresia Enzensberger: Ein Gespräch im Jahr 2071
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 6, Frühling 2015, S. 94-96.

Dirk Matejovski: Retro-Magazine – Sehnsuchtsort Vergangenheit
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 7, Herbst 2015, S. 62-69.

Sonja Eismann: Die neue Brauchbarkeit des Feminismus
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 8, Frühling 2016, S. 18-20.

Bernhard Pörksen: Die Erregungsindustrie der Viral-Plattformen
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 9, Herbst 2016, S. 50-53.

Thomas Hecken: Pressetexte und Tweets
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 10, Frühling 2017, S. 66-73.

Dirk Matejovski: Geschichten aus der Gruft. Die Magazine der ›Schwarzen Szene‹
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 11, Herbst 2017, S. 72-78.

 

Sport

Nicolas Pethes: WM in Brasilien – zur Kommerzialisierung des Fußballs
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 4, Frühling 2014, S. 13-18.

Hans Ulrich Gumbrecht: Ästhetik der Gewalt?-
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 6, Frühling 2015, S. 10-13.

Nicolas Pethes: Any given Saturday: Zur Prosa des Sports
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 7, Herbst 2015, S. 41-47.

Christoph Ribbat: Nur etwas im Auge: 35 Tage Sport
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 8, Frühling 2016, S. 72-75.

Franz-Xaver Franz: Wrestling und Donald Trump
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 9, Herbst 2016, S. 45-49.

Nico Pethes: Fußballspieler und Indianer
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 10, Frühling 2017, S. 94-99.

Christoph Ribbat: Postarchaische Maskulinität im Champions-League-Finale
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 11, Herbst 2017, S. 79-82.

Hans Ulrich Gumbrecht: Ethische Grenzen der Faszination? Warum Sportereignisse ihre Zuschauer fesseln
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 11, Herbst 2017, S. 124-143.

 

Technologie

Theo Röhle: Wie Google Wirklichkeit produziert
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 2, Frühling 2013, S. 41-47.

Regine Buschauer: Gadgets der mobilen Medienkonvergenz
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 2, Frühling 2013, S. 48-53.

Ken Hollings: Die Zukunft 1947
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 2, Frühling 2013, S. 116-133.

Jens Gerrit Papenburg: Soundfile. Kultur und Ästhetik einer Hörtechnologie
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 2, Frühling 2013, S. 140-155.

Oliver Leistert: Mietmodell Software Adobe
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 3, Herbst 2013, S. 39-42.

Niels Werber: Drohnen
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 4, Frühling 2014, S. 19-23.

Roland Benedikter / Karim Fathi: Gehirn-Computer-Schnittstellen: Gedanken hacken?
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 4, Frühling 2014, S. 24-28.

Regine Buschauer: Autos und Information
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 5, Herbst 2015, S. 19-23.

Isabell Otto/Nikola Plohr: Selfie-Technologie
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 6, Frühling 2015, S. 26-30.

Oliver Leistert: Bitcoin und Blockchain
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 7, Herbst 2015, S. 80-85.

Regine Buschauer: Smarter Cities
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 8, Frühling 2016, S. 47-60.

Isabell Otto/Nikola Plohr: Das Smartphone lernt riechen
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 9, Herbst 2016, S. 97-99.

Oliver Leistert: Blockchains – Eigentumsfragen, Betrug und Diebstahl
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 10, Frühling 2017, S. 48-51.

Regine Buschauer: Viren
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 11, Herbst 2017, S. 29-32.

Kai-Uwe Hellmann: Artificial Intelligence und die Antiquiertheit des Marketing
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 11, Herbst 2017, S. 33-38.

 

Theater

Christian Rakow: Theater als Popkonzert
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 3, Herbst 2013, S. 76-80.

Christian Rakow: Game-Theater
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 6, Frühling 2015, S. 88-93.

Christian Rakow: Pop-Theater
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 10, Frühling 2017, S. 87-93.

 

TV

Thomas Hecken: Kriegsbilder und Kommentar
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 1, Herbst 2012, S. 40-42.

Michaela Wünsch: Family Values
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 2, Frühling 2013, S. 27-30.

Lars Koch: Terror 3.0 – »Homeland« und die Entgrenzung des Verdachts
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 3, Herbst 2013, S. 17-21.

Robin Curtis: Viszeralität und Monotonie: »Girls«, »Spring Breakers«
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 3, Herbst 2013, S. 66-70.

Thomas Hecken: RTL, gestiftet von Bertelsmann
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 4, Frühling 2014, S. 10-12.

Lars Koch: »Real Humans« – Überbietung des Menschen
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 5, Herbst 2015, S. 24-34.

Thomas Hecken: Billig-TV. Shopping Queen, YouTuber, ZDFkultur, Tagesschau, Dschungelcamp etc.
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 6, Frühling 2015, S. 14-25.

Christina Bartz: Bewertungsfernsehen
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 7, Herbst 2015, S. 70-74.

Lars Koch: Die Wiederkehr des Kalten Kriegs als Fernsehserie
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 8, Frühling 2016, S. 31-37.

Hans Hütt: Politische Talkshows
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 9, Herbst 2016, S. 34-39.

Christina Bartz: Video on Demand oder Fernsehen
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 10, Frühling 2017, S. 78-80.

Ekkehard Knörer: HBOification
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 10, Frühling 2017, S. 81-86.

Maren Lickhardt: Herumschalten, Wiederholung, Selbstbezug
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 11, Herbst 2017, S. 20-28.

 

Werbung/Marketing

Wolfgang Ullrich: Zu viel Energie
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 1, Herbst 2012, S. 10-14.

Christoph Jacke: Beobachten, Erfassen, Ansprechen, Bedrohen
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 2, Frühling 2013, S. 69-72.

Kai-Uwe Hellmann: Selektive Wahrheiten und Höflichkeit des Marketing
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 3, Herbst 2013, S. 22-27.

Thomas Heun: Konsumkritik als Konsumanreiz
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 4, Frühling 2014, S. 34-36.

Dietmar Kammerer: Werbe-Stil
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 5, Herbst 2015, S. 52-56.

Simon Bieling: Arbeiten lassen. Handwerksmythen der Luxuswerbung
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 5, Herbst 2015, S. 46-51.

Thomas Hecken: Warenlager online – Fülle und Bedeutung
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 6, Frühling 2015, S. 51-57.

Kai-Uwe Hellmann: Wertschöpfung qua Kunde und die Herrschaft der Maschinen
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 7, Herbst 2015, S. 75-79.

Wolfgang Ullrich: Konsum der Kreativität
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 8, Frühling 2016, S. 61-64.

Simon Bieling: Attitüden der käuflichen Kopie
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 9, Herbst 2016, S. 80-83.

Simon Bieling: Keksoberflächen
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 10, Frühling 2017, S. 40-42.

Kai-Uwe Hellmann: Artificial Intelligence und die Antiquiertheit des Marketing
in: Pop. Kultur und Kritik, Heft 11, Herbst 2017, S. 33-38.

 

 

Apr 102018
 

Christina Bartz ist Professorin für Fernsehen und digitale Medien an der Universität Paderborn.
Buchveröffentlichung: »MassenMedium Fernsehen. Die Semantik der Masse in der Medienbeschreibung« (2007).

Moritz Baßler ist Professor für Germanistik an der Universität Münster.
Buchveröffentlichung u.a.: »Der deutsche Pop-Roman. Die neuen Archivisten« (2002).

Caspar Battegay ist Postdoktorand an der Faculté des lettres der Université de Lausanne.
Buchveröffentlichung u.a.: »Judentum und Popkultur« (2012)

Roland Benedikter ist Research Scholar am Orfalea Zentrum für Globale und Internationale Studien der Universität von Kalifornien in Santa Barbara.
Buchveröffentlichung (als Hg.): »Postmaterialismus« (Verschiedene Bände; 2001 ff.)

Elena Beregow ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der Universität Hamburg.

Simon Bieling ist freier Autor.

Michael Bracewell ist freier Autor (London).
Buchveröffentlichung u.a.: »Re-Make, Re-Model. Becoming Roxy Music« (2007)

Regine Buschauer lebt und arbeitet in Zürich.
Buchveröffentlichung u.a.: »Mobile Räume. Medien- und diskursgeschichtliche Studien zur Tele-Kommunikation« (2010).

Martin Butler ist Juniorprofessor für Amerikanistik.
Buchveröffentlichung: »Voices of the Down and Out: The Dust Bowl Migration and the Great Depression in the Songs of Woody Guthrie« (2007).

Konstantin Butz ist künstlerisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Kunsthochschule für Medien Köln.
Buchveröffentlichung: »Grinding California. Culture and Corporeality in American Skate Punk« (2012).

Endora Comer-Arldt ist freie Autorin (Frankfurt am Main).

Robin Curtis ist Professorin für Theorie und Praxis Audiovisueller Medien an der Universität Düsseldorf.
Buchveröffentlichung u.a.: »Conscientious Viscerality: The Autobiographical Stance in German Film and Video« (2006).

Diedrich Diederichsen ist Professor für Theorie, Praxis und Vermittlung von Gegenwartskunst an der Akademie der bildenden Künste Wien.
Buchveröffentlichung u.a.: »Über Popmusik« (2014)

Stephan Dietrich ist Verlagsleiter (Paderborn).

Heinz Drügh ist Professor für Germanistik an der Universität Frankfurt/M.
Buchveröffentlichung u.a.: »Ästhetik der Beschreibung. Poetische und kulturelle Energie deskriptiver Texte (1700-2000)« (2006).

Sonja Eismann ist Co-Chefredakteurin des »Missy Magazine«.
Buchveröffentlichung u.a.: »Hot Topic. Popfeminismus heute« (als Hg.) (2007)

Theresia Enzensberger ist Herausgeberin des Magazins »Block«.

Karim Fathi ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Frankfurt/Main.
Buchveröffentlichung: »Integrierte Konfliktbearbeitung im Dialog«.

Franz-Xaver Franz ist Autor und Theatermacher (Köln und Innsbruck).

Thomas Frisch promoviert an der Universität Hamburg im Rahmen des DFG-Projekts »Tourismus 2.0«.

Ursula Frohne ist Professorin für Kunstgeschichte an der Universität Münster.
Buchveröffentlichung: »Maler und Millionäre – Erfolg als Inszenierung. Künstler in New York seit dem 19. Jahrhundert« (2000).

Elke Gaugele ist Professorin für Moden und Styles an der Akademie der bildenden Künste Wien.
Buchveröffentlichung u.a.: »Jugend, Mode, Geschlecht. Die Inszenierung des Körpers in der Konsumkultur« (2003; als Hg. zusammen mit Kristina Reiss)

Andreas Gebesmair ist Institutsleiter am Department Wirtschaft der FH St. Pölten.
Buchveröffentlichung u.a.: »Die Fabrikation globaler Vielfalt. Struktur und Logik der transnationalen Musikindustrie« (2008).

Nadja Geer ist freie Autorin (Berlin).
Buchveröffentlichung: »Sophistication. Zwischen Denkstil und Pose« (2012).

Carolin Gerlitz ist Professorin für Medienwissenschaft und Digitale Medientechnologien an der Universität Siegen.

Georg Göschl ist freier Autor (Berlin/Wien).

Hans Ulrich Gumbrecht ist Professor of Comparative Literature and of French and Italian an der Stanford University.
Buchveröffentlichung u.a.: »California Graffiti. Bilder vom westlichen Ende der Welt« (2010)

Torsten Hahn ist Professor für Deutsche Philologie an der Universität zu Köln.
Buchveröffentlichung u.a.: »Das schwarze Unternehmen. Zur Funktion der Verschwörung bei Friedrich Schiller und Heinrich von Kleist« (2008).

Paul-Philipp Hanske arbeitet bei der Agentur Nansen & Piccard.
Buchveröffentlichung: »Neues von der anderen Seite – die Wiederentdeckung des Psychedelischen« (2015).

Adam Harper ist Dozent für Musikwissenschaft an der Universität Oxford.
Buchveröffentlichung: »Infinite Music. Imagining the Next Millennium of Human Music-Making« (2012).

Dick Hebdige ist Direktor des Interdisciplinary Humanities Center, University of California, Santa Barbara.
Buchveröffentlichung u.a.: »Subculture. The Meaning of Style« (1979).

Thomas Hecken ist Professor auf Zeit für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Siegen.
Buchveröffentlichung u.a.: »Pop. Geschichte eines Konzepts 1955-2009« (2009).

Florian Heesch ist Professor für Populäre Musik und Gender Studies an der Universität Siegen.

Kai-Uwe Hellmann ist Professor am Institut für Soziologie der TU Berlin.
Buchveröffentlichung u.a.: »Soziologie der Marke« (2003).

Thomas Heun ist Professor an der Hochschule Rhein-Waal.

Viola Hofmann ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Kulturanthropologie des Textilen an der TU Dortmund.

Dagmar Hoffmann ist Professorin für Medien und Kommunikation an der Universität Siegen.

Dirk Hohnsträter ist wissenschaftlicher Mitarbeiter für Kulturwissenschaft an der Universität Hildesheim.
Buchveröffentlichung u.a.: »Konsum und Kreativität« (als Hg.) (2016).

Tom Holert ist Gründungsmitglied der Akademie der Künste der Welt, Köln.
Buchveröffentlichung u.a.: »Regieren im Bildraum« (2008).

Ken Hollings ist freier Autor (London).
Buchveröffentlichung u.a.: »Welcome to Mars. Fantasies of Science in the American Century, 1947-1959« (2008).

Fernand Hörner ist Professor für Kulturwissenschaften an der FH Düsseldorf.
Buchveröffentlichung u.a.: »Die Behauptung des Dandys. Eine Archäologie« (2008).

Daniel Hornuff ist akademischer Mitarbeiter an der HfG Karlsruhe.
Buchveröffentlichung u.a.: »Im Tribunal der Bilder. Politische Inverventionen durch Theater und Musikvideo« (2011).

Till Huber ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Oldenburg..
Buchveröffentlichung u.a.: »Blumfeld und die Hamburger Schule. Sekundarität – Intertextualität – Diskurspop« (2016)

Christian Huck ist Professor für Kultur- und Medienwissenschaft am Englischen Seminar der Universität Kiel.
Buchveröffentlichung u.a.: »Fashioning Society, or, The Mode of Modernity. Observing Fashion in Eighteenth-Century Britain« (2010).

Hans Hütt ist freier Autor (Berlin).

Joseph Imorde ist Professor für Kunstgeschichte an der Universität Siegen.
Buchveröffentlichung u.a.: »Michelangelo Deutsch!« (2009).

Dominik Irtenkauf ist freier Autor und Journalist (Münster).

Christoph Jacke ist Professor für Theorie, Ästhetik und Geschichte der Populären Musik an der Universität Paderborn.
Buchveröffentlichung u.a.: »Medien(sub)kultur. Geschichten – Diskurse – Entwürfe« (2004).

Mascha Jacobs ist freie Autorin (Berlin).
U.a. schreibt sie für den »Zeit«-Blog »10 nach 8«, deren Mitherausgeberin sie auch ist.

Christofer Jost ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Universität Freiburg.
Buchveröffentlichung: »Musik, Medien und Verkörperung. Transdisziplinäre Analyse populärer Musik« (2012).

Dietmar Kammerer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medienwissenschaft an der Universität Marburg.
Buchveröffentlichung u.a.: »Bilder der Überwachung« (2008).

Christian Katti ist freier Autor (Münster).

Frank Kelleter ist Professor für Nordamerikanische Kultur und Kulturgeschichte an der FU Berlin.
Buchveröffentlichung u.a.: »Serial Agencies: The Wire and Its Readers« (2014).

Nadine Klass ist Professorin für Bürgerliches Recht und Wirtschaftsrecht an der Universität Siegen.
Buchveröffentlichung u.a.: »Unterhaltung ohne Grenzen? Der Schutzbereich der Menschenwürde in den Programmgrundsätzen der Medienstaatsverträge« (2011).

Marcus S. Kleiner ist Professor für Medien- und Kommunikationswissenschaft an der Hochschule der populären Künste Berlin.
Buchveröffentlichung u.a.: »Performativität und Medialität Populärer Kulturen. Theorien, Ästhetiken, Praktiken« (2013; als Hg. zusammen mit Thomas Wilke).

Lars Koch ist Professor für Medienwissenschaft und Germanistik an der TU Dresden.
Buchveröffentlichung u.a.: »Angst. Ein interdisziplinäres Handbuch« (2013).

Annekathrin Kohout ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Germanistischen Seminar der Universität Siegen.

Ekkehard Knörer ist Mitherausgeber der Zeitschriften »Merkur« und »Cargo«.

Oliver Leistert ist Postdoktorand an der Universität Lüneburg.
Buchveröffentlichung u.a.: »From Protest to Surveillance – The Political Rationality of Mobile Media« (2013).

Jonathan Lethem ist freier Autor (Claremont).
Buchveröffentlichung u.a.: »Dissident Gardens« (2013).

Maren Lickhardt ist Assistenzprofessorin am Institut für Germanistik der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck.

Aram Lintzel ist politischer Berater und freier Autor (Berlin).
U.a. schreibt er für »taz« und »Texte zur Kunst«.

Dirk Matejovski ist Professor am Institut für Medien- und Kulturwissenschaft der Universität Düsseldorf.
Buchveröffentlichung u.a.: »Das Motiv des Wahnsinns in der mittelalterlichen Dichtung« (1996)

Ruth Mayer ist Professorin für American Studies an der Universität Hannover.
Buchveröffentlichung u.a.: »Serial Fu Manchu.The Chinese Supervillain and the Spread of Yellow Peril« (2013)

Richard Meltzer ist freier Autor.
Buchveröffentlichung u.a.: »The Aesthetics of Rock« (1970).

Jörg Metelmann ist Titularprofessor für Kultur- und Medienwissenschaft an der Universität St. Gallen.
Buchveröffentlichung: »Ressentimentalität. Die melodramatische Versuchung« (2016)

Christian Metz ist Privatdozent am Institut für Deutsche Literatur und ihre Didaktik an der Universität Frankfurt/M.
Buchveröffentlichung u.a.: »Warenästhetik. Neue Perspektiven auf Konsum, Kultur und Kunst« (2011; als Hg. zusammen mit Heinz Drügh und Björn Weyand).

Katrin Niesen ist Executive Creative Director der Agentur Peter Schmidt Group.

Dominik Nösner ist Doktorand im Fach Musik/Populäre Musik und Medien der Universität Paderborn.

Philipp Pabst ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Germanistischen Institut der Universität Münster.

Jens Gerrit Papenburg ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Theorie und Geschichte der populären Musik an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Ian Penman ist freier Autor.

Ole Petras ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Neuere deutsche Literatur und Medien an der Universität Kiel.
Buchveröffentlichung u.a.: »Wie Popmusik bedeutet. Eine synchrone Beschreibung popmusikalischer Zeichenverwendung« (2011).

Nicolas Pethes ist Professor für Germanistik an der Universität Köln.
Buchveröffentlichung u.a.: »Spektakuläre Experimente. Allianzen zwischen Massenmedien und Sozialpsychologie im 20. Jahrhundert« (2004).

Bernhard Pörksen ist Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen.
Buchveröffentlichung u.a.: »The Creation of Reality. A Constructivist Epistemology of Journalism and Journalism Education« (2011).

Nikola Plohr ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der DFG-Forschergruppe »Mediale Teilhabe. Partizipation zwischen Anspruch und Inanspruchnahme«.

Christian Rakow ist Journalist und Dramaturg (Berlin).

Christoph Rauen ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Neuere deutsche Literatur und Medien der Universität Kiel.

Ramón Reichert ist seit Frühjahr 2014 Leiter der postgradualen Masterstudiengänge »Data Studies« und »Cross Media« an der Donau-Uni Krems.
Buchveröffentlichung u.a.: »Amateure im Netz. Selbstmanagement und Wissenstechnik im Web 2.0« ( 2008).

Wolfgang Reißmann ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Medienwissenschaftlichen Seminar der Universität Siegen.

Christoph Ribbat ist Professor für Amerikanistik an der Universität Paderborn.
Buchveröffentlichung u.a.: »Flackernde Moderne. Die Geschichte des Neonlichts« (2011).

Theo Röhle ist Senior Lecture an der Universität Karlstad.
Buchveröffentlichung u.a.: »Der Google-Komplex. Über Macht im Zeitalter des Internets« (2010).

Evelyn Runge ist Postdoktorandin bei Martin Buber Society of Fellows, Hebrew University Jerusalem.

Katja Sabisch ist Juniorprofessorin an der Fakultät für Sozialwissenschaft der Universität Bochum.
Buchveröffentlichung u.a.: »Das Weib als Versuchsperson« (2007).

Jörg Scheller ist Dozent und Co-Leiter der Vertiefung Fotografie an der Zürcher Hochschule der Künste.
Buchveröffentlichung u.a.: Arnold Schwarzenegger oder Die Kinst, ein Leben zu stemmen (2012)

Eckhard Schumacher ist Professor für Germanistik an der Universität Greifswald.
Buchveröffentlichung u.a.: »Gerade Eben Jetzt. Schreibweisen der Gegenwart« (2003).

Georg Seeßlen ist Journalist und freier Autor (Kaufbeuren).
Buchveröffentlichung u.a.: »Blödmaschinen. Die Fabrikation der Stupidität« (2011; zusammen mit Markus Metz).

Detlef Siegfried ist Professor für Neuere Deutsche und Europäische Geschichte an der Universität Kopenhagen.
Buchveröffentlichung u.a.: »Time Is On My Side. Konsum und Politik in der westdeutschen Jugendkultur der 60er Jahre« (2008).

Georg Simmerl promoviert an der Humboldt-Universität zu Berlin über die Diskursgeschichte transnationaler Wirtschaftskrisen in der deutschen Öffentlichkeit.

Iain Sinclair ist freier Autor und Filmemacher (Haggerston).
Buchveröffentlichung u.a.: »London Orbital« (2002)

Urs Stäheli ist Professor für Allgemeine Soziologie an der Universität Hamburg.
Buchveröffentlichung u.a.: »Spektakuläre Spekulation. Das Populäre der Ökonomie« (2007)

Annika Stähle promoviert an Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg.

Daniel Stein ist Professor für Nordamerikanische Literatur- und Kulturwissenschaft an der Universität Siegen.
Buchveröffentlichung u.a.: Music Is My Life: Louis Armstrong, Autobiography, and American Jazz (2012).

Haimo Stiemer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Niederlandistik der Universität Oldenburg.

Luise Stoltenberg promoviert an der Universität Hamburg im Rahmen des DFG-Projekts »Tourismus 2.0«.

Monica Titton ist Dozentin an der Universität für angewandte Kunst Wien.

Wolfgang Ullrich ist freier Autor (leipzig).
Buchveröffentlichung u.a.: »Habenwollen. Wie funktioniert die Konsumkultur?« (2006).

Jochen Venus ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Medienwissenschaftlichen Seminar der Universität Siegen.
Buchveröffentlichung u.a.: »Masken der Semiose. Zur Semiotik und Morphologie der Medien« (2009).

Paula-Irene Villa ist Professorin für Soziologie und Gender Studies an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Buchveröffentlichung u.a.: »Banale Kämpfe? Perspektiven auf Populärkultur und Geschlecht« (als Mithg. 2012).

Joseph Vogl ist Professor für Literatur- und Kulturwissenschaft / Medien an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Buchveröffentlichung u.a.: »Der Souveränitätseffekt« (2015).

Thomas Wegmann ist Professor für Germanistik an der Universität Innsbruck.
Buchveröffentlichung u.a.: »Dichtung und Warenzeichen. Reklame im literarischen Feld 1850 – 2000« (2011).

Niels Werber ist Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Siegen.
Buchveröffentlichung u.a.: »Ameisengesellschaften. Eine Faszinationsgeschichte« (2013).

Jan Wilm ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für England- und Amerikastudien der Goethe-Universität Frankfurt.

Michaela Wünsch ist Postdoktorandin am ICI Berlin.
Buchveröffentlichung u.a.: »Im inneren Außen. Der Serienkiller als Medium des Unbewussten« (2010)

Ling Yang ist Assistant Professor of Chinese an der Xiamen University.

 

 

Apr 102018
 

Bestellmöglichkeit des Heftes hier, Abonnement hier.

Inhaltsverzeichnis:

 

Zur Zeit

Annekathrin Kohout
Der Feed als Kulturtechnik
S. 10-17

Dirk Hohnsträter
Ökonomie der Achtsamkeit
S. 18-28

Robin Curtis
›Being Boring‹ oder Medien der Muße. ›Fast Gadgets‹, ›Slow TV‹ und die Wahrnehmung des Jetzt
S. 29-33

Nicolas Pethes
Sportsimulationen
S. 34-44

Wolfgang Ullrich
Ganz ohne Einflussangst. Zur Karriere der Influencer
S. 45-49

Annekathrin Kohout
Kunst und Erfolg
S. 50-68

Thomas Hecken
In Erwartung der Krise
S. 69-78

Paula-Irene Villa
Die #metoo-Debatte
S. 79-85

Sonja Eismann
Rechte reden und Frauen schweigen hören
S. 86-89

Elke Gaugele
Fashion & Faction: Zur Kritik der neuen Pop-Rechten
S. 90-96

Maren Lickhardt
Katzen, die wie Hitler aussehen
S. 97-107

Evelyn Runge
Bilddatenbanken, Social Media und Artificial Intelligence
S. 108-113

Dominik Irtenkauf
Metal zwischen Kult und Kultur
S. 114-121

Thomas Hecken
Pop – nach dem Kino
S. 122-125

Moritz Baßler
Wessen Subversion?
S. 126-129

 

Essays

Urs Stäheli
Die Zeitökonomie des Buffering
S. 132-145

Till Huber / Haimo Stiemer
Die neuen Untoten. Zombies in Filmen und Serien
S. 146-157

Jan Wilm
Kommt ein Kentaur in eine Bar. Über BoJack Horseman und andere Mischwesen
S. 158-172

 

 

Apr 102018
 

Bestellmöglichkeit hier. Abonnement hier. Ein Aufsatz aus dem Heft (»Wahlergebnisse und Charts – populäre Kultur«) hier.

Inhaltsverzeichnis:

 

Zur Zeit

Annekathrin Kohout
Clean-Pop als ›Safe Space‹ der Mode
S. 10-14

Viola Hofmann
Patchwork
S. 15-19

Maren Lickhardt
Herumschalten, Wiederholung, Selbstbezug
S. 20-28

Regine Buschauer
Viren
S. 29-32

Kai-Uwe Hellmann
Artificial Intelligence und die Antiquiertheit des Marketing
S. 33-38

Niels Werber
Trumps Twittern. Der populäre Donald Trump (II)
S. 39-44

Luise Stoltenberg / Thomas Frisch
›Gemeinschaft‹ als Unternehmensaufgabe. Konsequenzen der Sharing Economy
S. 45-52

Ole Petras
Pops, Blogs, Apps
S. 53-65

Annekathrin Kohout
YouTube-Formate zwischen Professionalität und Dilettantismus
S. 66-71

Dirk Matejovski
Geschichten aus der Gruft. Die Magazine der ›Schwarzen Szene‹
S. 72-78

Christoph Ribbat
Postarchaische Maskulinität im Champions-League-Finale
S. 79-82

Ulrich Gutmair
Bilderbuch – nackte Männer gegen Heteronormativität?
S. 83-87

Mascha Jacobs
Healing Holes
S. 88-92

Moritz Baßler / Heinz Drügh
Limonade machen. Über Ästhetik und Aneignung
S. 93-98

Daniel Stein
›Schwarze‹ Populärkultur
S. 99-103

 

Essay

Diedrich Diederichsen
Sirius Is Serious: Sun Ra und Stockhausen
S. 106-123

Hans Ulrich Gumbrecht
Ethische Grenzen der Faszination? Warum Sportereignisse ihre Zuschauer fesseln
S. 124-143

Thomas Hecken
Wahlergebnisse und Charts – populäre Kultur
S. 144-172

 

 

 

Apr 092018
 

[aus: Pop. Kultur und Kritik, Frühling 2018, Heft 12, S. 10-17]

Rückblickend ging es im Social Web der 2000er Jahre ziemlich stupide zu. Auf schuelerVZ oder Facebook klickte man sich durch Profile, sah sich an, was andere als Hobbys oder Lieblingsfächer eingetragen hatten und welchen Gruppen sie beigetreten waren. Ganz gewiss waren letztere besonders aufregend, weil sie mit Namen wie »Wenn ich groß bin, heirate ich Willy Wonka« oder »Wer braucht schon Schule, wenn es Google gibt« ein wichtiges i-Tüpfelchen des gesamten Profils, seinen Schönheitsfleck, darstellten. Wenn ich mich richtig erinnere, war ich in ungefähr 25 Gruppen, darunter »Ja, du lachst. Das ist oft so. Leute lachen, und dann sind sie tot«. Gruppen waren eine wichtige Technik zur Selbstdarstellung im Netz, mit ihnen ließ sich die eigene Persönlichkeit und eine Haltung vielfältiger zum Ausdruck bringen als durch das simple Auflisten von Lieblingsfarben, Schulfächern oder Hobbys. Gruppen haben die Nutzer*innen außerdem online gehalten: stets wurden lustigere und praktischere gesucht oder angelegt.

Beispiel für studiVZ-Gruppen, 2008

Heute spielen Gruppen keine große Rolle mehr. Vielmehr erregt der Feed auf den Startseiten der Sozialen Netzwerke die größte Aufmerksamkeit. Sie sind zumeist die ersten Seiten, die im Internet aufgesucht werden. Von den dort eingehenden Verlinkungen geht es zu Nachrichtenseiten oder Blogs, Einkaufsangeboten oder Spielen. Bei Facebook nennt man diese Front- oder Startseite ihrer wichtigsten Funktion entsprechend »Newsfeed«, bei Twitter heißt sie »Timeline«, bei Tumblr »Dashboard«, bei fast allen spricht man aber auch einfach nur von »Feed« oder noch allgemeiner von »Algorithmus«. Denn letzterer bestimmt die dort angezeigten Inhalte wesentlich mit.

Im Newsfeed sammeln sich Kontakte und Interessen, Inhalte von befreundeten Personen, aber auch von solchen, die man kaum kennt, aber schätzt, und schließlich jenen, die man aus strategischen Gründen »Freund« nennt. Außerdem Inhalte von Zeitungen, Zeitschriften, Blogs – auch von Gruppen (bei Facebook) – und natürlich sehr viel Werbung. Der Facebook-Newsfeed oder die Twitter-Timeline vermitteln ihren Nutzern das Gefühl, einen Überblick zu erhalten und gleichzeitig etwas ganz Spezielles oder Persönliches zu erfahren. Der Feed ist der wichtigste Austragungsort für das soziale Leben im Internet und der Zugang zum restlichen World Wide Web. Ein langer Eingangsflur, von dem aus unzählige Türen abgehen.

Eingeführt wurde der Newsfeed von Facebook im September 2006. Bis dahin konnten die Inhalte von Freunden, wie auch bei den damals vergleichbaren Sozialen Netzwerken aus Deutschland (schuelerVZ, studiVZ oder meinVZ), zwar eingesehen werden, allerdings mussten Nutzer*innen dafür direkt die Profilseiten der jeweiligen Personen besuchen. Auf dieser statischen Seite mit einer mehr oder weniger definierten Menge an Informationen hielt sich die Aufenthaltszeit der Besucher*innen in Grenzen, recht schnell war alles angesehen. Mit dem Newsfeed wurden fortan auf einer eigenen Seite – zudem der Startseite von Facebook – alle Inhalte von Freunden und gegebenenfalls (bei entsprechenden Sichtbarkeitseinstellungen) von abonnierten Fremden oder Nachrichtenseiten in Echtzeit und chronologisch angezeigt. Durch die Funktion des »Infinite Scroll«, mit dem die Seite immer – unendlich – weiter geladen werden kann, wurden und werden Nutzer*innen für eine lange Zeit auf der Seite gehalten. Das gilt auch als Grund für die Einführung des Feeds auf der Frontseite. Seit 2006 wurde der Newsfeed viele Male verändert – nicht nur sein Algorithmus, sondern auch sein Aufbau, die Formate der angezeigten Inhalte und die Interaktionsmöglichkeiten. Gegenwärtig gibt es zahlreiche unterschiedliche Formate, darunter »Facebook Live« (eingebettete Live-Übertragung von Kameraaufnahmen), »native videos« (Videos, die direkt im Sozialen Netzwerk erstellt und im Feed sofort abgespielt werden), »instant articles« (schnelle, interaktive Artikel für Leser in der mobilen Facebook-App und im Messenger) oder »Canvas ADs« (Fullscreen-Anzeigen im mobilen Facebook Newsfeed) – und viele mehr.

Mit der Einführung des Newsfeeds sollten also mehr Funktionen in das Soziale Netzwerk integriert werden, damit Nutzer*innen die Seite nicht verlassen müssen, um bestimmte Informationen zu erhalten. So wenig es heute noch vorstellbar ist, ohne Newsfeed an bestimmte Inhalte des Internets zu gelangen, so ungewöhnlich erschien dies im Jahr 2006. In einem frühen Artikel in der »Time« (06.09.2006) mit dem Titel »Inside the Backlash Against Facebook« versucht die Autorin Tracy Samantha Schmidt das Feed-Prinzip recht unbeholfen als eine glitzernde Wäscheleine zu beschreiben (»looks like a glitzy laundry list«). Sie berichtet außerdem von den unzähligen Reaktionen auf das neue Feature, das vielen Nutzer*innen zu transparent erschien. Die Vorstellung, dass alles, was man postet, auf den Newsfeeds von allen Freunden angezeigt wird, dementsprechend es auch jeder lesen könne, stellte für viele einen zu großen Eingriff in die Privatsphäre dar.

Die wohl markanteste und zugleich immer wieder kontrovers diskutierte Veränderung erfolgte jedoch durch die zunehmende Personalisierung des Feeds. Da in den ersten Newsfeeds alle abonnierten Inhalte chronologisch angezeigt wurden, zugleich Nutzer- und Angebotsseiten immer zahlreicher wurden und sich die Inhalte damit vervielfachten, regte sich Kritik an der Unübersichtlichkeit der Seite. Der Feed wurde als überwältigend und überladen empfunden. Mit altmodischen Metaphern wie der »Datenflut« wurde dieser Wahrnehmung Ausdruck verliehen. Heute ist der Newsfeed durch unzählige Veränderungen am Algorithmus nicht mehr chronologisch und auch nicht mehr vollständig, sondern eine personalisierte Auswahl, die mithilfe der auf Facebook und Partnerseiten erhobenen Daten erstellt wird. Deshalb gilt er als Entstehungs- und Austragungsort der in den letzten Jahren vielerorts problematisierten Filter-Bubble. Wenn der Begriff auch umstritten ist, so kann nicht geleugnet werden, dass der Newsfeed oder die Timeline für immer mehr Menschen der Ort ist, woher sie ihr Wissen und ihre Informationen beziehen, was wiederum die Grundlage für ihre Meinungsbildung darstellt.

Im Zuge der Kritik an der Filter-Bubble und der Art und Weise, wie in den Sozialen Netzwerken Informationen bezogen und konsumiert werden, geriet zusehend auch die Verantwortlichkeit von Facebook (als größtes Soziales Netzwerk) in den Fokus der Berichterstattung. Wer darüber verfüge, welche Informationen zu welchen Personen gelangten, müsse diese Macht auch reflektieren und verantwortungsbewusst damit umgehen. Die jüngste Veränderung des Newsfeed-Algorithmus ist nicht zuletzt eine Reaktion auf derartige Vorwürfe und Ansprüche. In einem Facebook-Posting vom 12.01.2018 kündigt Mark Zuckerberg die anstehende und bereits laufende Umstellung an: »Iʼm changing the goal I give our product teams from focusing on helping you find relevant content to helping you have more meaningful social interactions. […] The first changes youʼll see will be in News Feed, where you can expect to see more from your friends, family and groups.« Am 29. Januar gibt Zuckerberg eine weitere Änderung bekannt: Zukünftig sollen weniger globale Nachrichten beim einzelnen User angezeigt werden, sondern lokale. Der schon mal als künftiger Präsidentschaftskandidat gehandelte Zuckerberg gibt sich hier als Kommunitarist zu erkennen: »Local news helps build community – both on- and offline. Itʼs an important part of making sure the time we all spend on Facebook is valuable.«

One of our big focus areas for 2018 is making sure the time we all spend on Facebook is time well spent.We built…

Gepostet von Mark Zuckerberg am Donnerstag, 11. Januar 2018

Seit der Bekanntgabe tauschen sich User*innen im gesamten Social Web darüber aus, ob und wie sich diese Änderungen bemerkbar machen. Ich kann die allgemeine Einschätzung, die Veränderungen seien stark spürbar, leider nur bestätigen; für mich erscheint wegen der Umstellung weniger bedeutsamer ›Content‹ auf dem Newsfeed. Zwar möchte das Netzwerk, wie Zuckerberg in diversen journalistischen Beiträgen zitiert wird, mit den neuen Einstellungen ›zu seinen Wurzeln‹ zurückkehren, jedoch nutzen viele Facebook seit Jahren nicht mehr (nur) zur Verständigung mit Freunden, sondern zur Vernetzung mit Fremden und auch als Nachrichtendienst.

Bleiben wir bei der User-Perspektive und erweitern sie auf die zahlreichen benachbarten Sozialen Netzwerke (denn nur wenige nutzen ein einziges) und ihre Feeds: Wie sieht das Leben aus mit einem Facebook-Newsfeed, einer Twitter-Timeline, einem Tumblr-Dashboard und einem Instagram-Feed (mal ganz abgesehen vom Soundcloud-»Stream«, den »Hot Posts« auf Reddit, den »Neuesten Updates« auf Snapchat oder, hin und wieder, dem »Neuesten« auf Jodel)? Es gibt – bei entsprechender Follower- oder Freundesanzahl – immer etwas Neues. Auch wenn man die jeweilige App nach nur einer Minute wieder öffnet. Es gibt stets neue Links, Bilder, Nachrichten, die sich verfolgen lassen und auf die eventuell sogar reagiert werden muss. Oder die man sich zumindest merken sollte, weshalb man sie speichert (Facebook) oder auf »gefällt mir« klickt (Twitter), um schließlich so viel abgespeichert zu haben, dass es ohnehin nicht mehr gelesen wird. Es muss also immer darum gehen, zu begrenzen, auszuwählen, zu sortieren und zu ordnen. Es führt kein Weg daran vorbei, als Nutzer*in den Feed zu gestalten, damit er nutzbar wird und überhaupt erst sinnvoll ist.

Es gibt darum gute und schlechte Newsfeeds, die jeweils Ausdruck der Medienkompetenz sind – denn es gibt viele Formen der Einflussnahme auf die Beschaffenheit des Feeds, die sich von Sozialem Netzwerk zu Sozialem Netzwerk unterscheiden. Facebook gibt einen ungefähren Einblick in die Kriterien, die für die Auswahl der Verlinkungen auf dem Feed verantwortlich sind, so werden etwa Beiträge von Freunden gegenüber denen von Unternehmen priorisiert; Absender, aber auch Formate, mit denen man viel interagiert, werden häufiger angezeigt; Beiträge, die viele Klicks, Likes und Kommentare erhalten, tauchen bei mehr Menschen im Newsfeed auf.

Umgekehrt bedeutet das: Jeder kopflose Klick beeinflusst den Feed negativ. Mit gezielten Klicks kann hingegen gestaltet werden. Facebook hat zudem Funktionen eingebaut, mit denen grundsätzlich Einfluss auf den Newsfeed genommen werden kann. Denn, so heißt es auf der eigens zur Optimierung des Feeds eingerichteten Hilfeplattform: »Wir wissen, wir bekommen es nicht immer richtig hin, und letztlich entscheidest du, was dich interessiert und welche Beiträge du sehen möchtest, darum bieten wir dir spezielle Einstellungen, mit denen du dein Benutzererlebnis personalisieren kannst.« Was Nutzer*innen tun können: In den Facebook-Einstellungen lassen sich Freunde und Betreiber auswählen, die zuerst angezeigt werden sollen; Personen und Betreiber können »entfolgt« beziehungsweise »entabonniert« werden. Dabei bleibt man jedoch befreundet, sprich vernetzt; direkt im Feed können unbeliebte Beiträge und Werbung einer bestimmten Art aber ausgeblendet werden.

Bei Twitter spielt der Feed, die »Timeline«, eine etwas andere Rolle. Sie wird stärker als bei Facebook über die Zusammensetzung der Kontakte definiert, die sich zudem chronologisch für Fremde nachvollziehen lässt. Hin und wieder schaue ich mir zum Beispiel an, wie andere ihre Timeline zusammengestellt haben: Wem sind sie zuerst gefolgt? »Spiegel Online« oder Justin Bieber? Freunden und Bekannten oder Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens? Wer folgt nicht nur Gleichgesinnten, sondern auch politischen Gegnern? Was man hingegen nicht sehen kann: Wer entfolgt wurde. Zudem ist es auf Twitter in verschiedenen (häufig intellektuellen) Milieus zum Statussymbol geworden, nur einer kleinen, ausgewählten Anzahl an Personen und Institutionen zu folgen (und im Idealfall auf der anderen Seite eine große Followerschaft aufzuweisen) – weil es auf eine vermeintlich gut durchdachte Timeline verweist.

Ein interessanter Effekt des Newsfeeds ist, dass er zur Interaktion mit Inhalten anregt: zu Kommentaren, Diskussionen, Reaktionen, Klicks. Themen können entdeckt werden, häufig kommt man so von einem Diskurs zum nächsten. Neulich habe ich mir Amazon Echo zugelegt. Einerseits hat sich Alexa als überaus hilfreich erwiesen – ich nutze z.B. die Morgenroutine, bei der die künstliche Intelligenz mir die Nachrichten vom Deutschlandfunk abspielt, das Wetter ansagt und danach zu mir spricht: »Guten Morgen, liebes Vögelchen – Los, schnapp dir den Wurm!«. Das habe ich ihr so beigebracht, es eingestellt. Außerdem habe ich ein paar Smart-Home-Features installiert, sodass Alexa mir verschiedene Lichter anmachen kann, wenn ich sie danach frage. Andererseits aber blieb der Sprachcomputer bisher eher eine Spielerei. Zwar ist zu Beginn genug Kreativität für die ein oder andere lustige Frage vorhanden (»Alexa, was hältst du von Siri?«), nach einiger Zeit erschöpft sie sich aber. Anders als auf den Social-Media-Feeds kommt man bei Alexa nicht von einem Thema zum nächsten, wird nicht von ihr angehalten, weiter zu fragen oder Neues zu entdecken, an Diskussionen zu partizipieren. Alexa macht Grenzen bewusst, wo unbegrenzte Möglichkeiten da sind. Der Newsfeed gibt einem hingegen das Gefühl, aktiv zu sein, interessiert zu sein, engagiert zu sein. Er lässt ein positives Selbstbild entstehen, wohingegen Alexa ein kreatives Loch sichtbar macht oder Ohnmachtsgefühle aufkommem lässt.

Im Feed kommen die Informationen zu den Nutzer*innen, sie müssen nicht eigens aufgesucht werden. Das ist alles andere als belanglos, musste man doch bis vor einem Jahrzehnt entsprechenden Aufwand betreiben, um an Wissen und Informationen zu kommen. Zwar lassen sich Vorläufer jener Dienstleistung, die der Newsfeed erbringt, benennen: Man denke an frühe Formen mobiler Berichterstattung wie die reitenden Boten des Mittelalters oder das sog. und in der Vor-Internetzeit etablierte Presse-Clipping, bei dem für Auftraggeber ausgewählte Zeitungsausschnitte zur Medienbeobachtung gesammelt, aufgearbeitet und zu einem Mediensample zusammengestellt wurden. Solche Formen der Informationsdienstleistung waren allerdings teuer und daher exklusiv, nur Prominenten oder sehr wohlhabenden Persönlichkeiten vorbehalten. Durch Datensammlung und entsprechende Algorithmen konnte diese Exklusivität aufgelöst werden. Allerdings kommen im Newsfeed oder in der Timeline weitaus mehr Informationen als nur Medienberichte zusammen. Aber die Bewegungsrichtung ist dieselbe: Die Informationen kommen zu den Nutzer*innen, nicht umgekehrt.

Diese Frage nach der Bewegungsrichtung hat Boris Groys in seinem Aufsatz »Die Topologie der Aura« (in dem 2003 publizierten Sammelband »Topologie der Kunst«) zum Anlass genommen, um das Problem der Definition von Original und Reproduktion zu lösen – das sich in der Kunst insofern als Problem darstellt, als man Originale aus Reproduktionen schafft (»Der Akt der Kunstproduktion ist selbst zu einem Akt des Shoppings geworden«) und umgekehrt. Er schreibt in Anlehnung an Walter Benjamin: »Wenn man sich zu einem Kunstwerk begibt, ist es ein Original. Wenn man das Kunstwerk zwingt, zu einem zu kommen – ist es eine Kopie.« Daraus ließe sich nun schlussfolgern, das Internet und damit auch der Newsfeed sei als eine Welt der Reproduktionen anzusehen. Groys verneint dies allerdings sogleich. Für ihn operiert das World Wide Web nicht mit Kopien, sondern, wie das Museum, ausschließlich mit Originalen – weil jede Seite eine eigene Adresse (URL) zugewiesen bekommt und damit ein Ort ist, den man aufsuchen muss.

Über diesen kleinen Umweg zurück zum Newsfeed: Er vereint unter einer einzigen URL eine Vielzahl von Links. Diese Links müssen der Logik von Groys nach als Kopien der originalen Adressen gelten. Im Newsfeed, wo die Informationen, das Wissen, die Kunst – all das, was man verlangt – zu einem kommen, fungieren sie als Reproduktionen. Das ist deshalb interessant, weil es sich unter Autoren, Journalisten und Intellektuellen – die keinesfalls als kulturpessimistisch zu bezeichnen sind – etabliert hat, bei Publikationen im Printbereich darauf hinzuweisen, den »Kiosk« (Retrobegriff) aufzusuchen. Zum Kiosk »zu gehen«. Dort gibt es die Originale.

Der »Infinite Scroll« wiederum suggeriert, im Gegensatz zur Personalisierung und Selektion der Inhalte, man erhalte alle Informationen, wenn man nur lange genug scrolle. Hier wird der Unersättlichkeit entgegengekommen, der Sucht nach immer mehr, immer neuer Information. Manchmal wird das Scrollen dadurch regelrecht zum Automatismus. Dann blickt man nur kurz auf und bemerkt, dass gar nichts gelesen, sondern nur gescrollt wurde. Wenn man aber ehrlich ist und einen Blick zurück auf die Zeit unmittelbar vor der Einführung des Feeds auf den Frontseiten Sozialer Netzwerke wirft, war es viel schwerer aufzuhören, wenn man sich gerade Seite für Seite zum Beispiel durch eine Gruppendiskussion geklickt hatte und wusste: Irgendwann ist es geschafft, irgendwann sind alle Seiten durchgesehen. Leider wurde ab einer bestimmten Seitenanzahl nicht mehr angezeigt, um wie viele es sich insgesamt handelte, sodass immer weiter geblättert wurde, nicht mehr aufgehört werden konnte, weil ja die Möglichkeit bestand, dass es nur noch zwei Seiten sind bis zum Ende. (Meistens standen dann natürlich noch mindestens 20 bevor.) Insofern lehren der Infinite Scroll und die Timeline auch, nie fertig werden zu können, niemals ein Ende in den Blick nehmen zu können. Er ist das Sinnbild der – möchte man es negativ formulieren – ›Datenflut‹ oder des – neutraler gesagt – ›Streams‹, der nie endet und zugleich das wichtigste und sinnvollste Werkzeug, um damit umzugehen.

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Die Berichterstattung über den Social-Media-Feed dokumentiert in den meisten Fällen, wie es Nutzer*innen möglich ist, auf anderen Newsfeeds oder Timelines häufiger aufzutauchen – also sich bestmöglich zu vermarkten und zu verbreiten. Nur sehr selten zeigt sie auf, wie man an bessere, interessantere, vielfältigere, individuellere Informationen kommen, ja wie ein Feed zum eigenen Nutzen gestaltet werden kann. Zwar wird auf einzelnen Blogs und in einem sehr einsamen Beitrag in dem von Kathrin Passig initiierten »Techniktagebuch« die Beschaffenheit des Newsfeeds reflektiert, allerdings blieb die Würdigung des Feeds als wichtigste Kulturtechnik des Social Webs bisher aus. Vereinzelt setzen sich Blogger höchstens mit der Frage auseinander, wie man den Feed mal wieder »reinigen« oder »ausmisten« könne – schließlich muss hin und wieder auch wegen einer sozialen Verpflichtung der »Folgen«-Button geklickt werden, und dann gibt es gleich ungewollte Beiträge auf der Timeline. Es sammelt sich also im Laufe der Zeit viel Überflüssiges an. Unter Blogbeiträgen wie »Räume Deinen News Feed auf!« (thomashutter.com) oder »Facebook säubern: 15 Tools für die Grundreinigung« (chip.de) werden im Internet allerlei Tipps gegeben, wie die Timeline aufgeräumt werden kann. Es ist durchaus vorstellbar, dass daraus zukünftig eine sehr sinnvolle Dienstleistung entsteht, ein Reinigungsunternehmen für Facebook-Newsfeeds und Twitter-Timelines. Auch Workshops dazu wären hilfreich. Wie wäre es zum Beispiel mit »Gestalte deinen Feed! – Für Anfänger«? Oder »Wege zur besseren Timeline«? Wer sich um die eigene Mitbestimmung bemüht, kann sich schließlich mehr als Auftraggeber – ganz wie einst ein Prominenter, der einen Clipping-Service in Anspruch nahm – und weniger als Opfer von Datensammlern oder Filterblasen fühlen.

 

 

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