Jan 062017
 

Beginn einer neuen Artikelserie

Das Jahr 2017 wollen wir mit der ersten Folge einer neuen Reihe beginnen. Sie ist der Vorstellung von Zeitschriften gewidmet, die einige oder ausschließlich Artikel bringen, die sich mit popkulturellen Phänomenen beschäftigen.

Gerade im englischen Sprachraum ist die Menge solcher Zeitschriften enorm, weil es seit einigen Jahren neben Publikumszeitschriften nun auch eine Fülle an Fachmagazinen aus dem universitären Raum gibt. All diese wissenschaftlichen Fachmagazine werden auch oder nur als E-Commerce-Angebot publiziert, für die Fachverlage und ihre Rechteverwerter ist das offenkundig ein attraktives Geschäftsformat.

»Rock Music Studies« ist eine solche Zeitschrift aus dem akademischen Raum. Gegründet 2014, erscheint sie mit drei Ausgaben im Jahr und weist die für eine wissenschaftliche Zeitschrift übliche Aufteilung nach Aufsätzen und Rezensionen auf. Hier die Seite, von der aus man zu den einzelnen Jahrgängen, dann den einzelnen Heften und schließlich den einzelnen Artikeln gelangt.

Mitunter erscheinen Themenhefte (etwa zu Livekonzerten), sonst sind die Themen vielfältig. So sieht z.B. das Inhaltsverzeichnis von Heft 2 aus dem Jahr 2015 aus.

Die meisten Artikel haben sehr spezielle Themen, da geht es um einzelne Musiker oder Facetten ihres Schaffens. Diese Artikel werden sicher auch nur von Spezialisten oder (falls die mal über Suchmaschinen auf eine solche Seite gelenkt werden sollten) Fans gelesen. Es kommen aber auch ab und zu übergreifende Themen zur Sprache, lesenswert z.B. der Artikel von Adam Behr zur Authentizität in der Rockmusik.

Viele Artikel verschwinden hinter der Bezahlschranke, es gibt aber auch einige Lockvogel-Angebote, oft sind das die interessanteren Artikel aus dem Angebot der Zeitschrift, etwa der Beitrag von Brian Loyd zu Bob Dylan in den 60s..

Der musik- oder kulturwissenschaftliche Apparat und das Ausmaß an Fachsprache bewegt sich in der Zeitschrift überwiegend in kleinerem oder mittlerem Bereich, manchmal unterscheidet sich die Darstellungsweise kaum von der längerer journalistischer Artikel oder Kapiteln in Sachbüchern, die sich an ein etwas größeres Publikum richten.

Insgesamt eine beachtenswerte Neugründung, die neben einigen älteren, bekannteren Namen wie Simon Frith und Neil Nehring eine Reihe von Nachwuchswissenschaftlern als Autoren führt,

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