Jul 102013
 

Wir wollen in den nächsten Monaten und Jahren regelmäßig Hinweise auf andere Zeitschriften und Websites geben, die häufiger essayistische oder wissenschaftliche Artikel zu popkulturellen Themen veröffentlichen.

Wir werden die einzelnen Internetseiten der Print- und Onlinemagazine kontinuierlich über unsere Facebook-Seite popzeitschrift  verlinken. Auf dieser Website hier werden wir solche Hinweise in größeren Abständen bündeln und ausführlicher kommentieren.

Beginnen wollen wir heute mit drei Zeitschriften, die das Wort ›Popular Culture‹ im Titel führen und aus dem wissenschaftlichen Raum kommen: »Americana. The Journal of American Popular Culture 1900 to Present«, »Journal of Popular Culture« und »Journal of European Popular Culture«.

»Americana. The Journal of American Popular Culture 1900 to Present« bietet ein inhaltlich breites Spektrum wissenschaftlicher Artikel. Die Artikel sind auch für Nicht-Wissenschaftler lesbar. Es gibt mitunter Beiträge, die nicht nur für Fachleute von Interesse sind, etwa zur »Zombie Evolution«. Überwiegend sind die Artikel aber recht speziell gehalten, ein oder zwei Werke, die man nicht immer unbedingt kennen muss, stehen im Mittelpunkt, z.B. »My Real Imaginary Friends: iCarly and the Power of Hyperreality«. Es reicht also, wenn man gelegentlich auf die Seite geht. »Americana« besitzt den Vorteil, dass alle Artikel frei übers Netz zugänglich sind.

Ähnlich ausgerichtet wie »Americana« ist das »Journal of Popular Culture«, es veröffentlicht viele kleinteilige, ausführliche Artikel zu verschiedenen Werken, meist ohne forcierten theoretischen Anspruch. Das »Journal of Popular Culture« erscheint aber häufiger (in sechs Ausgaben pro Jahr), ist umfangreicher, verfügt auch über zahlreiche Buchbesprechungen. Wegen der Fülle und Zerstreutheit des Angebots wird kaum jemand ganze Hefte lesen wollen, ab und zu (für mich persönlich eher selten) ist aber sicher mal etwas Lesenswertes dabei. Aufsätze im Februar-Heft dieses Jahres widmeten sich z.B. »The White Savior and his Junior Partner: The Lone Ranger and Tonto on Cold War Television (1949-1957) «, »Cowboys of the High Seas: Representations of Working-Class Masculinity on Deadliest Catch«; »Hansberry’s Hidden Transcript«, »The Monomyth in Star Trek (2009): Kirk & Spock Together Again for the First Time«, »Rakim, Ice Cube then Watch the Throne: Engaged Visibility through Identity Orchestration and the Language of Hip-Hop Narratives«.

Leider verschwindet die Printausgabe in der Netzversion dauerhaft hinter dem Bezahlschirm eines größeren Verlags (Leute, die über einen Uni-Bibliotheksausweis verfügen, können einzelne Artikel wahrscheinlich kostenlos über entsprechende Uni-Angebote einsehen). Zur Homepage der Zeitschrift geht es hier. Über den kommerziellen Anbieter Wiley kann man das komplette Archiv einsehen und Artikel kaufen.

Ein ähnliches Konzept verfolgt das neue, 2010 gegründete »Journal of European Popular Culture«. Da immerhin das erste Heft frei zugänglich online steht, kann sich jeder einen eigenen Eindruck von dem Zuschnitt und der Qualität der Zeitschrift machen. Das wissenschaftliche Niveau scheint mir etwas höher zu liegen als bei den amerikanischen Pendants, weil die Zeitschrift aber nur halbjährlich erscheint, liegen noch nicht viele Ausgaben vor, eine sichere Beurteilung muss noch warten.

 


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